Urheberrecht im Internetzeitalter: „Abwesenheit von Wettbewerb fördert die Piraterie“

Das Thema „Urheberrecht im Internetzeitalter“ ist so vielschichtig wie komplex und für die Zukunft der Film- und Medienwirtschaft entscheidend. Nachdem in den vorangegangenen Newslettern das von der Produzentenallianz favorisierte und in Frankreich und jüngst auch in Großbritannien eingeführte „Graduated-Response“-Modell erläutert und auch entgegengesetzte Meinungen dargestellt worden sind, haben wir diesmal Tim Renner zum Thema befragt. Renner war CEO des Musikkonzerns Universal Music Germany, führt heute Motor Entertainment und vertritt eine an marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtete Position.

Hier ist die Langfassung des Interviews, am Ende der Seite finden Sie außerdem eine Vita Tim Renners:

Bei einer Diskussionsveranstaltung im Februar haben Sie gesagt: „Wir haben kein Piraterie-Problem.“ Nach einer aktuellen Studie allerdings wird Piraterie allein in Europa bis 2015 einen Schaden von rund 240 Mrd. Euro verursachen und für einen Verlust von rund 1,2 Mio. Arbeitsplätzen verantwortlich sein. Kein Problem?
Ich habe nicht gesagt: „Wir haben kein Piraterie-Problem.“ Der Satz ging mit einem Komma weiter. Nach dem Komma heißt es: „... sondern ein Angebotsproblem.“ Der große Erfolg von P2P und Torrent Trackern dokumentiert doch zu allererst einen Bedarf seitens des Konsumenten. Würde er die Musik, Filme, Texte nicht haben wollen, würde er sich nicht durch ein schlecht aufbereitetes, weil illegales Angebot quälen. Solange er aber kein legales Angebot nutzen kann, welches mindestens so gut und vollständig ist wie die illegale Konkurrenz, hat er gar keine andere Wahl. Die Abwesenheit von Wettbewerb fördert somit zwangläufig die Piraterie.

Das Problem fing mit Musik an, gilt aber längst auch für den Film. Wer im Netz wirklich aktuelle Filme sucht, ist auf illegale Angebote angewiesen. Gäbe es legale Angebote, hätten sie eine große Chance gegen die illegalen. Der erwachsene Konsument würde doch lieber dafür bezahlen, dass er einfach, schnell und sicher seinen Bedarf decken kann, anstatt sich mit Abbrüchen, Viren und Werbe-Pop-Ups herumzuschlagen.

Die Erfahrung der Musikwirtschaft zeigt, man darf nicht zulange warten. Bis zur Einführung des ersten halbwegs funktionierenden legalen Angebots – Apple iTunes, das auch noch von einem Dritten kam – hat es mehr als fünf Jahre nach dem Einstieg von Napster gedauert. So erziehe ich die Leute natürlich zu Illegalität. Es wird sehr schwer, die Sache umzudrehen, dann habe ich in der Tat ein Piraterie-Problem – und ein selbstverursachtes noch dazu.

Die Musikindustrie hat also Jahre gebraucht, um ein legales Angebot zu schaffen, dass dem illegalen Angebot entspricht?
Nein, schlimmer: Das Angebot gibt es bis heute nicht. Das Musikgeschäft lebt von der Kommunikation über die Charts, die Hitparaden. Chartserfolg schaffe ich dadurch, dass ich einen Nachfragestau schaffe, den ich auf einen Schlag bediene: wenn ich den Titel veröffentliche. Die Charts sind die Abbildung einer Woche, und keine Kulmination. Das bedeutet, dass man das Publikum auf einen Musiktitel heiß macht und diesen Bedarf erst nach vier bis acht, teilweise erst nach 10 Wochen Airplay, TV-Bestrahlung und so weiter deckt. Man setzt darauf, dass der Druck groß genug ist, dass alle losrennen und den Titel innerhalb dieser ersten Woche kaufen, damit ich ganz oben in den Charts einsteige. Heute kann der Konsument aber seinen Bedarf von dem Moment an decken, in dem er entsteht, wenn der Titel das erste Mal im Radio stattgefunden hat. Allerdings nur aus illegalen Quellen. So ist diese Chart-Optimierung die beste Promotion für Piraterie, die es gibt. Das ist bis heute nicht verstanden. Die Musikindustrie reagiert mit Schaum vor dem Mund, wenn man versucht, ihr klar zu machen, dass diese Logik ihres scheinbar wichtigsten Marketinginstruments im digitalen Zeitalter überholt ist und nur zu einer erheblichen Forcierung von Piraterie führen muss.

Warum wird die Logik nicht geändert?
Mehr als 90 % des Geschäfts werden immer noch mit physischen Tonträgern gemacht, da versucht die Industrie natürlich, ihre CDs optimiert in den Markt bringen. Der Rest interessiert sie noch nicht so sehr. Der Branche geht es also noch zu gut – auch wenn es die Hälfte verloren hat –, als dass sie ihr Geschäftsmodell in seinen Grundfesten ändern würde. Von einem gelernten, immer noch profitablen Geschäftsmodell mit gelernter Kommunikationslogik – Charts – trennt man sich so schnell nicht. Da muss der Schmerz noch ein bisschen größer werden.

Sie haben einen Vorschlag gemacht, mit dem Sie das Piraterie-Problem in den Griff kriegen wollen. Eine Veröffentlichung dazu trug die Überschrift „Das Gespenst Kulturflatrate“ und man könnte – ganz oberflächlich betrachtet – zu der Erkenntnis kommen, dass Sie eine Kultur-Flatrate tatsächlich für eine gute Idee halten.
Viele Leute reagieren mit einer Art Schnappreflex auf das Wort „Kulturflatrate“ und lesen dann gar nicht erst weiter, weil sie sich ihre Meinung schon gebildet haben. Ich habe aber sehr deutlich gesagt, dass eine Kulturflatrate erstens ganz automatisch zu Verteilungsungerechtigkeiten führen würde, die wir heute schon bei den Leistungs- und Verwertungsgesellschaften beklagen. Und zweitens: Wieviel soll eine Kulturflatrate denn am Ende des Tages kosten? Es wäre ja naiv, anzunehmen, dass es bei Musik bleibt. Musik ist als erstes wirklich betroffen, weil Musik kleine Datenmengen und juvenile Konsumenten hat und sehr schnell mit dem iPod ein sexy Endgerät hatte. Tatsächlich trifft es jede Mediengattung. Das ist eine Frage der Bandbreite, eine Frage der Komprimierung und eben eine Frage des passenden Endgeräts dazu.

Dennoch sollte man versuchen, reales Tun in legales Tun zu überführen, indem man die Marktteilnehmer dazu verpflichtet, ein Angebot möglich zu machen, das mindestens so gut ist wie das illegale. Ähnlich, wie wir es vom Radio kennen, müssen Contentinhaber und Kanalinhaber dazu gebracht werden, einen Ausgleich untereinander zu finden. Der Kanalinhaber – in diesem Fall der Internet Service Provider (ISP) – muss die Möglichkeit haben und dazu verpflichtet werden, allen Content zeitgleich zu dessen erster Aufführung oder anderweitigen Veröffentlichung seinen Nutzern zugänglich zu machen – und das in einem Entlohnungsmodell. Ob der Nutzer diese Möglichkeiten wahrnimmt und dafür bezahlen will, hängt von ihm ab. Aber es gibt Studien, die Mut machen, zum Beispiel von der Sony Musik aus den USA, nach der ein Drittel der Befragten der Meinung waren, dass sie sehr gerne eine entsprechende Musik-Flatrate abonnieren würde, zu dem Preis, der einer CD entspricht, und der ist gefühlt bei uns irgendwas zwischen 9,90 und 14,90 €. Wenn ich einen solchen Betrag erheben und sicherstellen würde, dass das Angebot wirklich hochwertig, vollständig und aktuell ist, und ich den Kram auch behalten kann, wenn ich das Abo irgendwann beenden sollte – dann habe ich eine sehr sehr gute Chance, dann würde ich den Markt sogar erweitern.

Und wie soll das praktisch gehen?
Sie wollen einen neuen Internet-Anschluss und Ihr ISP kommt ums Eck und sagt, das Grundpaket kostet bei mir soundso viel, und die Zusatzbausteine kosten extra: All-you-can-eat-Musik für monatlich 12,90, All-you-can-eat-Film 25 und so weiter. Sie buchen, was Sie interessiert, zum Beispiel die Film-Flatrate, weil ihr Interesse an Musik für ein Abo-Modell vielleicht nicht groß genug ist. Die ISPs könnten auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil entwickeln, wenn sie bestimmte Medien oder Genres mit einer besonderen Kompetenz anböten. Es ist also gleichzeitig auch ein Angebotstool. Man verabschiedet sich damit nicht aus der Marktwirtschaft, man würde sie sogar noch forcieren.

Die Voraussetzung dafür ist aber, dass zum Beispiel die Musikwirtschaft ihre Chart-Fixierung aufgibt ...
... und die wird sie nur aufgeben, wenn man ihr das Marktversagen, das sie praktiziert, per Gesetz verbietet. Genau das ist beim Rundfunk ja auch geschehen. Wovon ich rede, ist ja keine neue Erfindung, sondern eine Spiegelung eines historischen Geschehens. Vor rund 80 Jahren ist die Musikindustrie bei Weltwirtschaftskrise und Radio-Einführung total in die Knie gegangen, die hatten noch 6% ihres ursprünglichen Umsatzes. Der Grund: Musik gab es plötzlich frei verfügbar überall übers Radio, und die Leute kauften sich keine Schellack-Platten mehr. Erst die Einführung einer neuen Technologie – Hi-Fi –, kombiniert mit niedrigeren Preisen, kombiniert mit einer Verpflichtung, einen Ausgleich mit dem Radio zu finden, hat die Sache dann wieder auf die Beine gebracht. Es war damals nämlich so, dass die Musikindustrie, als es ihr wieder besser ging, plötzlich begann, das Radio zu gängeln und zu sagen, bestimmte Titel bekommst Du nicht oder bestimmte Titel bekommst Du nur, wenn Du extra viel zahlst. Da ist der Gesetzgeber eingeschritten und hat ein Senderecht für das Radio etabliert, das mit der Verpflichtung einher geht, einen bestimmten Anteil der Einnahmen an die Contentinhaber abzugeben. Darüber müssen sich Contentinhaber und Rundfunkanstalten jeweils selbst einigen, einigen sie sich nicht, kommt der Staat und verfügt über eine Schiedsstelle. Die musste nur einmal angerufen werden in der Bundesrepublik, das ist eine gute Bilanz über all die Jahre.

Der Vertrieb von Kinofilmen unterliegt anderen Zwängen als der von Musik: Nicht zuletzt durch die für die meisten deutschen Filme sogar gesetzlich geregelten Verwertungsstufen, die den Kinos die Exklusivität der ersten Auswertung sichert. Haben Sie eine Idee, wie man diesen Konflikt lösen könnte?
Auch beim Kino wird künstlich eine Auswertungsform exklusiv gehalten und damit neue Auswertungen behindert. Das ist auf Dauer schädlich für den gesamten Markt. Genauso, wie Tonträger trotz der Möglichkeiten des legalen und illegalen Downloads nicht verschwinden werden, gibt es auch weiterhin Leute, die ins Kino gehen. Wenn das richtige Angebot gemacht wird. Was allerdings nicht mehr funktionieren kann, ist die klare Trennung von vier Auswertungsstufen, wie der Film sie kennt, weil in einem globalen Netzwerk Begrenzungen von zeitlicher und territorialer Natur nicht mehr greifen. Das muss bei Musik, Film – von jedem Produzenten digitalisierbarer Güter – verstanden werden. Technische Machbarkeit definiert Geschäftsmodelle, nicht umgekehrt. Wenn ich versuche, künstlich ein Gut zu verknappen, das sich aber nicht verknappen lässt, laufe ich in dieselbe Falle, die die Musikindustrie spürt mit ihrer Chart-Logik. Für die Filmwirtschaft funktioniert es ja noch leidlich, weil die Bandbreiten nicht da sind, aber auch dafür gibt es ja längst Stütz-Software, die übrigens teilweise durch Abos bezahlt wird, was wiederum die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten beweist.

Ich glaube, auf Dauer braucht auch die Filmindustrie ein Angebot, das legale Nutzung attraktiver macht als illegale. Und das wird nur gehen, wenn die Inhalte in allen Territorien von Anfang an, also in dem Moment, wo sie in die Kinos kommen, auch online zugänglich sind. Die Kinos werden sich über Mehrwerte definieren müssen, die ja auch heute schon erfolgreich forciert werden.

Das bedeutet in der Konsequenz, dass ein ganzer Kulturzweig – die Kinolandschaft, wie wir sie heute kennen – verschwindet.
Auch die Plattenhändler sind nahezu verschwunden. Ob man will oder nicht, rutscht man natürlich mit Teilen des Kinos in eine ähnliche Problematik. Aber nochmal: Das Kino wird nicht gänzlich verschwinden. Es wird sich aber abermalig reduzieren. Die erste Stufe der Reduktion war beim TV-Roll-Out, die nächste beim Roll-Out von Video und Videotheken. Und jetzt kommt – so oder so – eine dritte Stufe. Entweder nutzt das Kino diese dritte Stufe zum Aufbau eines neuen Angebots – oder es macht denselben Fehler wie die Musikindustrie und nutzt es nicht.

Und diese Entwicklung kann man gar nicht beeinflussen?
Das ist irreversibel. In dem Moment, wo es technisch möglich ist, gibt es Leute, die es nutzen. Entweder mache ich ein Geschäftsmodell daraus – oder ich überlasse das Feld den Piraten. Eine Überwachung zwecks Verhinderung der Verbreitung könten nur in einem Überwachungsstaat wie China funktioniren, aber wer kann den ernsthaft wollen? Die Forderung enes Verbots drückt eigentlich eher aus, dass derjenige, der sie erhebt von der Technologie schlichtweg keine Ahnung. Jede Netzsperre ist einfach umgehbar., das liegt in der Natur einer Netzwerksstruktur. Deshalb verlangt die Musikindustrie wie in Frankreich vorgesehen, ertappte Piraterienutzer ganz vom Netz zu nehmen. Das ist jedoch weder mit unserer noch europäischen Verfassung vereinbar.

Kann man nicht die ISPs in die Pflicht nehmen?
Für ISPs ist derzeit jede Form von Datenverkehr guter Datenverkehr – auch, wenn er illegale Quellen erschließt. Verbote oder Netzsperren sind wie gesagt unwirksam, also muss man zu anderen Lösungen kommen. Bringt man die Marktteilnehmer – ISPs und Content-Wirtschaft – dazu, ein gemeinsames kommerzielles Angebot zu entwickeln, hat der ISP ein massives wirtschaftliches Interesse, dass der Traffic zu ihm läuft statt zu den Angeboten der Konkurrenz, unter denen auch die Illegalen sind. Das ist eine natürliche und marktwirtschaftliche Regelung des Problems.

Ohne ein Eingreifen das Staates ist das Problem nicht zu lösen?
Es wäre ja toll, wenn die menschliche Vernunft siegte, aber ich fürchte, ohne Verpflichtung wird es nicht schnell genug gehen. Das Problem ist doch, dass es im Grunde eine völlig legitime wirtschaftliche Entscheidung ist, wenn sich Sony Music, EMI und Warner, entscheiden, an den alten Geschäftsmodellen festzuhalten und dafür an Größe zu verlieren. Das Problem ist nur, dass dahinter nachgelagerte Interessen sind, nämlich die der Künstler, die diesen Weg ungewollt mitgehen und die diese Reduktion ungewollt genauso mitbekommen in ihren Verkaufszahlen und wirtschaftlichen Überlebensfähigkeiten. Denen ist nicht geholfen, wenn sich in fünf oder zehn Jahren die traurigen Reste einer Musikindustrie zusammenraffen, ein gemeinsames Angebot zu definieren. Deshalb ist meiner Meinung nach ein Dritter – der Staat – gefragt, einzuschreiten und die Parteien wieder an einen Tisch zu bringen.

Prof. Tim Renner

Tim Renner wurde am 1. Dezember 1964 in Berlin geboren. 1970 zog er mit seinen Eltern nach Hamburg, wo er aufwuchs, zur Schule ging und in den musikalischen Underground eintauchte. Als Teenager organisierte er Tourneen und spielte selbst in der Band „Quälende Geräusche“. Nach dem Abitur im Jahr 1984 begann er zunächst ein Germanistikstudium. Nach einem Semester brach er das Studium jedoch als „zu langweilig“ ab und arbeitete fortan als Journalist. Er gründete eine Presseagentur für Stadtmagazine und schrieb Beiträge für Zeitschriften und Bücher. Als er 1986 eine Undercover-Story über die Plattenindustrie recherchieren wollte, stieg er bei Polydor ein – und legte seine journalistischen Pläne auf Eis. Das Business war einfach zu spannend. 1989 übernahm Tim Renner die Leitung der neu gegründeten Abteilung Polydor Progressive Music. Fünf Jahre später gründete er innerhalb des PolyGram-Konzerns eine neue Plattenfirma, die Motor Music GmbH, die er als Geschäftsführer leitete. Hier baute er Acts wie Phillip Boa, Tocotronic und Absolute Beginner auf. Auf der internationalen Seite kamen Künstler wie Portishead, 2Pac und The Cardigans hinzu. Seinen bislang größten Erfolg verbuchte Tim Renner mit der Berliner Formation Rammstein.
 
Als PolyGram 1999 mit Universal zu Universal Music Deutschland fusionierte, führte Tim Renner als Präsident der Musikaktivitäten die Labels in Deutschland zusammen. Die alleinige Verantwortung über den Konzern bekam er ab Januar 2001 als CEO und Chairman.

Auch als Konzernchef verlor er nie das Interesse an den lokalen Künstlern. 2003 ernannte ihn World Economic Forum (Davos/Genf) zu einem der 100 Global Leader of Tomorrow.  Als Anfang 2004 Universal sich im Zuge der Krise der deutschen Musikwirtschaft von vielen nationalen Interpreten trennen und die Struktur des Unternehmens maßgeblich ändern wollte, legte Renner sein Amt nieder. Nach einer Weltreise beschäftigte er sich vorrangig damit, ein Buch über die Medienbranche zu schreiben, das im Herbst 2004 unter dem Titel „Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm! Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie“ bei Campus erschien.
Ab 2005 baute er mit Motor Entertainment eine eigene Firmengruppe auf.

Motor veröffentlicht entweder die Alben der Künstler in ihrem Auftrag (wie zB. die von Virginia Jetzt!, Marius Müller Westernhagen u.a.)  oder Motor arbeitet ihnen als Management zu, so dass sie mit Dritten Alben veröffentlichen können (wie zB. Selig, Polarkreis 18 u.a.). Auf dem eigenen Label oder durch Digitalvertrieb (Motor Digital) sollen Künstler (PeterLicht, Super 700 u.a.) zur Selbständigkeit gebracht werden.

2009 wurde Tim Renner zum Professor an der Pop Akademie Baden-Württemberg ernannt. Er nimmt diese Professur neben seiner Geschäftsführungstätigkeit bei Motor Entertainment wahr.

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