Jahres-Mitgliederversammlung der Produzentenallianz

Boudgoust: ARD sollte sich auf Kerngeschäft konzentrieren

Bei der Jahres-Mitgliederversammlung der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen am heutigen Donnerstag hat der neue ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust seine Sicht auf die Sendern und Produzenten gemeinsamen Perspektiven der Fernsehproduktion geschildert: Man müsse früher, intensiver und mehr miteinander reden, sagte er: „Hierfür haben wir unter den Intendanten in der ARD die Einrichtung eines regelmäßigen Gesprächskreises mit der Allianz beschlossen.“

Für diese regelmäßigen Konsultationen kündigte Christoph E. Palmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Produzentenallianz einen „sehr konkreten Forderungskatalog" der Produzenten an, um bei den Theman Auftragsbudgets und Rechteaufteilung Fortschritte zu machen. Bei der anschließenden Diskussion sagte Peter Boudgoust auf die Frage nach den Verwertungsrechten, die die Sender derzeit noch für sich beanspruchen: "Wir sollten uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren und dann auch souverän das Geschäft, das nicht unsere Kernkompetenz ist, denen überlassen, die das besser können. Aber darüber, ob das ein Strategiewechsel pro futuro sein könnte, wird in dem Gesprächskreis zu reden sein."

Am Ende der Diskussion bedankte sich Alexander Thies, Vorsitzender des Vorstandes der Produzentenallianz, bei Peter Boudgoust und nahm das Angebot für ein „hartes Ringen“ an: „Wir haben keine Zeit zu verlieren, mit Ihnen zusammen an die Arbeit zu gehen.“

Berlin, 5. Februar 2009

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