Freihandelsabkommen EU/USA

Kulturminister fordern Ausnahme für den Bereich der audiovisuellen Dienstleistungen

Berlin, 17. Mai 2013 – Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. unterstützt den Brief, den 15 Kulturminister europäischer Mitgliedsstaaten am 13. Mai an Jimmy Deenihan, den Kulturminister Irlands, das derzeit die Ratspräsidentschaft innehat, geschrieben haben. Sie begrüßt außerordentlich, dass Herr Staatsminister Bernd Neumann die Liste der Unterzeichner anführt.

In diesem Schreiben fordern die Kulturminister, den Bereich der audiovisuellen Dienstleistungen generell von dem Verhandlungsmandat der Europäischen Kommission im Rahmen der anstehenden Verhandlungen mit den USA über den Abschluss eines Freihandelsabkommens auszunehmen. Sie weisen zurecht darauf hin, dass es aus gutem Grund der Tradition der Europäischen Union entsprochen hat, die Kultur und den audiovisuellen Sektor zum Schutz der kulturellen Vielfalt in Europa von ähnlichen Verhandlungen auszunehmen.

Dr. Christoph E. Palmer, Vorsitzender des Produzentenallianz-Geschäftsführung, erklärt hierzu: „Eine Aufgabe dieser Haltung und eine Einbeziehung der audiovisuellen Medien in das Verhandlungsmandat würde eine schwerwiegende Bedrohung für europäische Quotenregelungen und nationale Förderbestimmungen, die einen Schutz und eine Förderung gerade der strukturell schwachen europäischen Produktion bewirken sollen, darstellen. Gegenüber der weltweit starken amerikanischen Film- und TV-Industrie können wir bei einer Erstreckung des Verhandlungsmandats auch auf den Bereich der Kultur und der audiovisuellen Medien nur verlieren.“


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