Produzentenallianz zur FFG-Novellierung

Produzentenallianz begrüßt Novelle des Filmförderungsgesetzes

Günstige Rahmenbedingungen für die digitale Welt

Die Allianz Deutscher Produzenten  Film & Fernsehen sieht in dem neuen Filmförderungsgesetz, das am 13. November vom Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit angenommen worden ist, einen weiteren wichtigen Beitrag der Bundesregierung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die deutsche Filmwirtschaft.

„Das novellierte Filmförderungsgesetz reagiert auf die Veränderungen, die sich aus der Digitalisierung der Medien auch für unsere Branche ergeben und wird so mit dazu beitragen, dass die deutschen Produzenten auch unter veränderten Marktbedingungen erfolgreiche Filme produzieren können. Die FFA als Selbsthilfe-Institu­tion der Branche ist eine Erfolgsgeschichte und ein unverzichtbarer Faktor bei der Weiterentwicklung der Wett­bewerbsfähigkeit der deutschen Film- und Content-Wirtschaft.
Angesichts schwieriger werdender volkswirtschaftlicher Bedingungen ist es zudem nicht hoch genug zu wür­di­gen, dass die Bundesregierung weiterhin zu ihren finanziellen Zusagen für den DFFF steht“, so Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz.

Als positiv für die deutsche Filmwirtschaft wertet die Allianz, dass im Novellierungsentwurf des FFG neue Ver­wertungsformen von Filmen im Internet berücksichtigt werden. Allerdings wäre es aus Sicht der Pro­du­zenten wünschenswert gewesen, wenn sowohl für TV-Sender als auch für Telekommunikationsunternehmen eine gesetzliche Abgabepflicht festlegt worden wäre. Anbieter neuer Dienste sind im neuen FFG sowohl als Zah­ler von Beiträgen für die Finanzierung der Filmförderung als auch als Fördermittelempfänger berück­sichtigt.

Auch die deutliche Erhöhung der Mittel für die Absatzförderung, um mehr Werbung für den deutschen Film zu ermöglichen, ist nach Einschätzung der Allianz Deutscher Produzenten ebenso ein Beitrag zur wirt­schaft­lichen Stärkung der Produktionsunternehmen wie auch die Verkürzung der Sperrfristen für die verschiedenen Auswertungsstufen von Filmen in den Medien. Zu den positiven Neuerung zählt auch, dass die Medialeistungen der Sender in Form von Werbezeiten für Kinofilme deutlich erhöht werden. Neben den privaten werden auch die öffentlich-rechtlichen Sender erstmals während der gesamten Laufzeit des FFG in erheblichem Umfang Medialeistungen erbringen.

Die Allianz begrüßt, dass das Filmförderungsgesetz bei geförderten Spielfilmen das Bemühen von Produ­zen­ten und Sendern unterstützt, zu einer Entbündlung der Verwertungsrechte bei der Video-on-Demand-Nutzung zu gelangen.

Mit Bedauern haben die Produzenten jedoch registriert, dass die erheblichen Kürzung der Referenz­fördermittel um de facto ein Viertel nicht korrigiert worden ist. Gerade die Referenzfilmförderung stellt nach Überzeugung vieler Produzenten ein wirkungsvolles Finanzierungsmittel dar. Diese Einschränkung wird In Zeiten der Krise an den Finanzmärkten die Finanzierbarkeit von Filmen schwächen. Die Stärkung der Eigenkapitalbasis unserer Unternehmen wird damit noch dringender.

„Mit dem Deutschen Filmförderfonds, dem neuen FFG und den Förderinitiativen in zahlreichen Bundes­län­dern steht den Produzenten ein leistungsfähiges Instrumentarium zu Verfügung, um die Qualität, Anzie­hungs­kraft und internationale Reputation des deutschen Filmes weiter zu erhöhen. Wir unterstützen die Absicht, mit dem FFG – auch durch eine verstärkte Drehbuchförderung – qualitativ hochwertige Filme zu för­dern und so beizutragen, dass der deutsche Film auch seiner Rolle als wichtiger Kulturträger noch besser gerecht werden kann“, wertet der Vorsitzende der Geschäftsführung der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, Dr. Christoph Palmer, den Entwurf des FFGs.

Das neue Filmförderungsgesetz muss noch durch den Bundesrat bestätigt werden und soll am 1. Januar 2009 in Kraft treten.

 

Berlin, 17. November 2008

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