ZDF und Produzentenallianz vereinbaren „Eckpunkte der vertraglichen Zusammenarbeit für durch das ZDF vollfinanzierte Dokumentationen“

„Weiterer Schritt bei der Modernisierung der Terms of Trade“

Berlin, 4. Oktober 2012 – Nach der Vereinbarung zu fiktionalen Produktionen haben sich das Zweite Deutsche Fernsehen und die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen jetzt auch über die vertraglichen Eckpunkte der Produktion von Dokumentationen geeinigt.

Mit der neuen Vereinbarung soll die wirtschaftliche Situation der Produzenten von Dokumentationen verbessert werden. Im Bereich kleinerer Produktionsbudgets werden jetzt abhängig vom Produktionsvolumen höhere Handlungskosten anerkannt, Produzenten von Dokumentationen erhalten künftig bei kommerziellen Nachverwertungen eine Erlösbeteiligung.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: „Das ZDF steht für einen partnerschaftlichen Umgang mit seinen Auftragsproduzenten. Die Situation unabhängiger Produzenten wird mit dieser Vereinbarung in einem Kernbereich öffentlich-rechtlichen Auftrags, der Dokumentation, weiter verbessert.“
Alexander Thies, Vorsitzender des Produzentenallianz-Gesamtvorstands: „Dies ist ein weiterer Schritt, den wir bei der Modernisierung der Terms of Trade zwischen Produzenten und Fernsehsendern vorangekommen sind. Weitere müssen noch folgen, aber für den Moment freue ich mich für das Genre Dokumentation über die substanziellen Verhandlungserfolge.“

„Viele unserer Mitgliedsfirmen haben entwickelte Vertriebsstrukturen, besonders für sie ist es ein großer Fortschritt, dass es künftig möglich sein wird, Verwertungsrechte an den Produzenten zurück zu übertragen“, ergänzt Dagmar Biller, Vorsitzende der Produzentenallianz-Sektion Dokumentation. „Wir freuen uns auch, dass diese Dokumentationseckpunkte bereits für Sendungen ab 30 Minuten Länge gelten, so dass damit möglichst viele Sendeformate abgedeckt werden.“

Die Produzentenallianz und das ZDF setzen mit diesen „Terms of Trade“ die bewährte Zusammenarbeit auch im Sinne der Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags fort. „Das ZDF verfügt zusammen mit der Produzentenallianz durch die gemeinsamen Eckpunktevereinbarungen mit dem Verband der Drehbuchautoren (VDD) und dem Verband Deutscher Bühnenverlage (VDB) über die modernsten und weitestgehenden Branchenvereinbarungen in Deutschland“, so Intendant Dr. Bellut.

Zum Download: „Eckpunkte der vertraglichen Zusammenarbeit für durch das ZDF vollfinanzierte Dokumentationen“ in der Fassung vom 1.10.2012


Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen ist die maßgebliche Interessenvertretung der deutschen Produzenten von Film-, Fernseh- und anderen audiovisuellen Werken. Sie vereint ca. 220 Produktions­unternehmen aus den Bereichen Animation, Kinofilm, TV-Entertainment, TV-Fiktion, Werbung und Dokumentation.

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