Zum Tod von Eduard Zimmermann (1929–2009)

München, 22. September 2009 – Es ist der Traum wohl jedes Produzenten, Journalisten – kurz: Professionellen, nicht nur erfolgreich zu sein, sondern auch darüber hinaus etwas zu bewegen. Nicht jedem gelingt das, aber bei Eduard Zimmermann waren Erfolg und Wirkung untrennbar miteinander verbunden. Mit der Erfindung des realitätsbasierten Fernsehformats „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ hat er in Deutschland Fernsehgeschichte geschrieben, war eines der bekanntesten Fernsehgesichter der Nation und erfolgreich in einem Maße, das heute sehr, sehr rar geworden ist. Erst vergangene Woche war „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ mit knapp fünf Millionen Zuschauern wieder die meistgesehene Sendung am Mittwoch – und das bei einer Laufzeit von bald 42 Jahren.

Mit seiner Securitel Film + Fernsehproduktions- und Verlagsgesellschaft und seinem langjährigen Engagement beim Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten war Eduard Zimmermann einer der Vorreiter der unabhängigen Produzentenschaft und einer ihrer führenden Köpfe. Er ist im Rahmen seiner Tätigkeit für den Bundesverband Deutscher Fernseh­produzenten seit 1975 nachhaltig dafür eingetreten, die Rechtsstellung des Produzenten im Verhältnis zum auftraggebenden Sender zu stärken.

Aber Eduard Zimmermann war nicht nur ein großer Produzent, er hat seine Arbeit und seine Überzeugungen auch in die wirkliche Welt getragen. Seine Sendungen halfen weit über 1000 Verbrechen aufzuklären, und durch den Weißen Ring, den er gegründet hat, bekamen auch die Opfer der Kri­minalität eine Stimme und eine Vertretung.

Am Sonnabend ist Eduard Zimmermann im Alter von 80 Jahren gestorben. Wir werden ihn sehr vermissen.

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