Blickpunkt:Film: „Tauziehen“ um Fusion der Produzentenverbände geht weiter

Obwohl sich 63 Prozent der AG-Spielfilm-Mitglieder für deine Fusion der Produzentenverbände ausgesprochen hätten, habe sich die „unterlegene Mehrheit“ nicht durchsetzen können, berichtet Blickpunkt:Film. 75 Prozent der Stimmen seien nötig gewesen.

Eine neue „Vollversammlung“ der AG sei für den 9. November anberaumt, wie „aus gut unterrichteten Kreisen“ zu vernehmen sei, solle dann auch über die Zukunft des AG-Vorstands Eberhard Junkersdorf neu entschieden werden, berichtet Blickpunkt:Film weiter.

Der Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten habe sich am 24. September „mit einer beträchtlichen Mehrheit für die Allianz deutscher Produzenten“ ausgesprochen, habe Bernd Burgemeister, Vorstandsvorsitzender des BV, bestätigt. „Pikanterweise“, so B:F weiter, habe die Bavaria Film GmbH im Anschluss an die Versammlung seine Mitgliedschaft im TV-Produzentenverband aufgekündigt.

„Vor dem Hintergrund der FFG-Novelle und neuer Auswertungsstrategien erscheint das ‚Sprechen mit einer Stimme‘ gegenüber der Medienpolitik als dringend notwendig“, meint Blickpunkt:Film und zitiert die Produzenten Regina Ziegler („Wir brauchen eine starke Lobby“) und Oliver Berben: „Meine Vorstellung ist es, die bisherigen Leistungen der Verbände fortzuführen und sie den modernen Gegebenheiten der Medienbranche anzupassen.“

(Blickpunkt:Film Nr. 42/07 vom 15.10.2007, S. 16)

Im Editiorial schreibt B:F-Chefredakteur Ulrich Höcherl, die AG Spielfilm und ihr Vorstand dürften über die Abstimmung zur Fusion in eine „echte Zerreißprobe“ geraten sein, Anfang November werde sich zeigen, wie sich die Mehrheit mit ihrer Niederlage arrangiert.

(Blickpunkt:Film Nr. 42/07 vom 15.10.2007, S. 7)


15.10.2007

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