Frankfurter Rundschau: „Ärger bei den freien Produzenten“

Von den Mainzer Tagen der Medienkultur berichtet die Frankfurter Rundschau, die Frage, welche Rechte Produzenten behalten, um sie in neuen Verwertungsketten zu einem lohnenden Geschäft machen zu können, sorge für „Ärger“. / Verhandlungen mit Sendern wegen mehrerer Verbände „nicht eben einfach“

 

Nach dem gängigen Total-Buy-Out-Modell bei Auftragsproduktionen lägen alle Rechte bei den Sendern, die „derzeit im großen Stil dabei“ seien, mit einmal gekauften Filmen auf diversen Plattformen der Neuen Medien lukrativen Handel zu treiben. Daher fordere Christian Franckenstein, Mitgesellschafter der Produktionsfirma MME, einen "Paradigmenwechsel im Verhältnis zwischen Sendern und Produzenten". Es könne schließlich nicht sein, dass die TV-Anstalten mit Filmen Zusatzgeschäfte jenseits der eigentlichen Ausstrahlung machten, ohne die Produzenten daran zu beteiligen.

Um mit den Sendern „auf Augenhöhe verhandeln zu können“, so die FR würden die Produzenten sich erst einmal anders organisieren müssen; derzeit gebe es in der kleinteiligen deutschen Produktionslandschaft noch mehrere Verbände und Organisationen, was Verhandlungen nicht eben einfach mache. Anfang kommenden Jahres wolle man sich zu einem einzigen Verband zusammenschließen, „wie es ihn in England seit Jahren gibt, wo freie Produzenten inzwischen zu durchweg besseren Konditionen arbeiten können“ – „Umfassende Beziehungskrise“ (frei zugänglich)


10.12.2007

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