10.04.2014

DFFF-Kürzungspläne: Unverständnis in Branche und Politik

Die im aktuellen Haushaltsentwurf 2014 vorgesehene Reduzierung des DFFF von 70 auf 60 Mio. Euro sorge in der Branche für Unverständnis, berichtet Blickpunkt:Film. Im Interview antwortet Uli Aselmann, stv. Vorsitzender des Gesamtvorstands der Produzentenallianz, auf die Frage, was die Kürzung des DFFF für die Filmwirtschaft nach sich zieht: „Wenn die Politik nicht sieht, in welchem Dilemma wir stecken, ist das bedauerlich. Das sage ich nicht nur im Namen der Produzentenallianz. Wir beschäftigen viele Menschen, Filmschaffende, Regisseure, Drehbuchautoren, Schauspieler… Sie bekommen eine Reduzierung des DFFF zu spüren, weil es weniger Jobs geben wird. Der Erfolg des DFFF wurde doch gerade im ersten Quartal des laufenden Jahres wieder deutlich gemacht: Wir haben über 40 Prozent deutschen Marktanteil in den Kinos - ein Spitzenergebnis. Was nicht heißen muss, dass das so bleibt, aber dennoch ist es ein gigantischer Einstieg ins neue Kinojahr, über den man sich freuen kann und der natürlich im Zusammenhang mit dem DFFF steht!“ Wenn Deutschland jetzt die Gelder kürze, sei das „ein ganz schlechtes Signal“ für die ausländischen Produzenten. Die Neugier bei internationalen Produzenten werde erlahmen, „unsere Wettbewerbsfähigkeit wäre nicht mehr gegeben und das schadet im Umkehrschluss auch den deutschen Produktionen: Uli Aselmann zur vorgesehenen DFFF-Kürzung: „Schlechtes Signal“

Die im aktuellen Haushaltsentwurf 2014 vorgesehene Senkung des DFFF von 70 auf 60 Mio. Euro stoße auch bei der SPIO für Unverständnis, meldet ebenfalls Blickpunkt:Film und zitiert SPIO-Präsidentin Manuela Stehr appelliere aus einer aktuellen Pressemitteilung: „Die Herabsetzung des Förderniveaus des DFFF ist für uns nicht nachvollziehbar. Für Wirtschaft und Politik liegt auf der Hand, welche enormen Anreize er zur Investition in den Deutschen Film setzt. Deshalb hat sich die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters öffentlich immer wieder für die hohe Ausstattung des DFFF aus dem vergangenen Jahr ausgesprochen, und deshalb haben die Koalitionspartner der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart, den Erfolgskurs fortzusetzen.“ SPIO wehrt sich gegen DFFF-Kürzung

Zur Pressemitteilung auf den Seiten der SPIO: Bundeshaushalt 2014: Senkung des Deutschen Filmförderfonds ist kulturell und wirtschaftlich unverantwortlich (frei zugänglich)

Auch die Filmkommission der CSU fordere, den Ansatz für den Deutschen Filmförderfonds wieder auf 70 Millionen Euro zu erhöhen, meldet WN.com und zitiert aus einem in einem Brief an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Professorin Monika Grütters: „Dies ist dringend notwendig, um im harten internationalen Wettbewerb den Filmstandort Deutschland zu stärken und nicht weiter zu gefährden“: CSU-Filmkommission warnt vor Kürzungen bei der Filmförderung (frei zugänglich)

Zur Pressemitteilung auf den Seiten der CSU: CSU-Filmkommission warnt vor Kürzungen bei der Filmförderung (frei zugänglich)


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