13.11.2017

Intendant des SWR warnt eindringlich vor Debatte um Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks (SWR) habe die Debatte um die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender als „maßlos“ kritisiert, berichtet die Südwest Presse. Bei einer Sitzung des Landesrundfunkrates Baden-Württemberg habe er sich unter anderem gegen „Druck“ aus der Zeitungsverlegerbranche gewandt. Er appellierte „an die Rundfunkräte, in der Gesellschaft deutlich zu machen, was die öffentlich-rechtlichen Sender leisten.“ Und weiter: Sie seien „politisch und wirtschaftlich unabhängig“ und als Kulturgut Teil der Demokratie.
Geld sei damit zwar nicht zu verdienen. Und er mahnte: „Aber nur ein mit Gebühren finanziertes Programm könne etwas für jeden bieten“ Weiterhin habe er betont, dass es auch Zuschauer gäbe, die mit "Nackt-Kuppelei, Castingshows und amerikanischen Serien" im Privatfernsehen nichts anfangen könnten. Der Intendant habe auch davor gewarnt, dass „ohne öffentlich-rechtliches Angebot die Preise für zahlungspflichtige Medienangebote in die Höhe schnellen könnten.“ SWR-Intendant kritisiert Debatte um Öffentlich-Rechtliche
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Einen ausführlichen Gastbeitrag auf Spiegel Online schreibt Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue: Warum die öffentlich-rechtlichen Sender und die Verlage mehr gemeinsame Interessen als Konflikte haben. Er schreibt darin: "Das duale System mit kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Medien ist politisch gewollt, verfassungsrechtlich geboten und publizistisch fruchtbar. Und dieses Konkurrenzverhältnis bedeutet Spannungen, Interessenkonflikte und Streit."  Raus aus den Gräben
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