12.10.2017

Studio Hamburg: Michael Lehmann: Durch die Verhandlungen mit der Produzentenallianz sei viel erreicht worden.

Mit Michael Lehmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH, führte Frank Heine ein ausführliches Interview in von Blickpunkt:Film (Ausgabe #41 vom 9.10.2017, S. 24-28). Darin äußert sich Lehmann zu den Herausforderungen des internationalen Marktes und dem Produzieren von horizontalen Serien. Für ihn gehe es im Bereich dieser Serien "erst so richtig" los. Die Auftragszahl habe sich deutlich erhöht, das läge an zwei Entwicklungen: einmal einer technischen und dem Entstehen neuer Distributionswege und neuer Anbieter und zum anderen einer inhaltlichen, einer neuen Erzählweise, die sich "von der klassischen abgeschlossenen Serie" unterscheide. Er betont, dass die klassischen Sender nun alle wieder in Serien investieren würden und auch die Sendeplätze wieder verfügbar gemacht würden. Besonders auch RTL würde wieder in Eigenproduktionen investieren - mit Interesse an der entsprechenden Rechtehoheit. Aber für Produzenten sei dies nur ein Konflikt, wenn seine Leistung nicht in angemessener Form vergütet werde. Dass in einem verhandelten Gesamtbudget auch ein Betrag für beispielsweise SVoD enthalten sei, sei auch ein Verdienst der "Verhandlungen der Produzentenallianz". Hier sei "viel erreicht" worden. Er beschreibt die internationalen Koproduktionsprojekte von Studio Hamburg und Lehmann betont dabei, dass er nicht unglücklich darüber sei, wenn der deutsche Markt "stark genug" wäre, "um diese Art von Serien allein zu finanzieren."



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