13.09.2017

Weichenstellung: Bundesländer, Bund und EU vor Grundsatzentscheidung zum Rundfunksystem

Ab dem 14. September werde es Beratungen der Medienexperten der Länder zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geben und die FAZ hält die nächsten Entscheidungen für die entscheidende "Weichenstellung" und sieht den "Beginn eines neuen Rundfunksystems". Im Artikel heute fasst die Tageszeitung noch einmal Fakten zusammen:

Die ARD gab in den Jahren 2015/2016 1,2 Millionen Euro für acht Sportexperten aus. 21 Moderatoren hätten insgesamt 1,9 Millionen Euro erhalten. Die ARD hätte in den Jahren 2014/2015 jeweils 366 Millionen Euro für den gesamten Sport ausgegeben. Das ZDF habe angegeben für Sportrechte zuletzt 243 Millionen Euro ausgegeben zu haben.

Hauptziel der Sender sei, so die Zeitung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender künftig "ohne Beschränkung Filme, Serien und Nachrichtenangebote verbreiten" dürften. Dies gereiche den Produzenten allerdings zum Nachteil, da sie dann "ihre Filme und Serien nach der Ausstrahlung im Fernsehen nicht mehr direkt selbst verwerten und refinanzieren können." Mit dem gerade veröffentlichten Zehn-Punkte-Papier würden ARD und ZDF, so im Artikel zu lesen, unterstützt. Aber letztlich, so die Folgerung: "Je mehr sie machen (dürfen), desto mehr Rundfunkbeitrag brauchen sie, desto schwerer wird es der Arbeitsgruppe der Länder, die sich gerade mit der Struktur der Anstalten befasst, fallen, diese zu Sparsamkeit und Effizienz zu verpflichten." Weichenstellung

(FAZ, E-Paper vom 13.9.2017, Ausgabe-Nr. 213, S. 15)



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