12.01.2018

Wilhelm fordert fordert "Drei Milliarden mehr, sonst ..."

„Wenn wir keinen Teuerungsausgleich über drei Milliarden Euro bekommen, werden wir tief in unsere Programme schneiden müssen,“ zitiert Joachim Huber im Tagesspiegel den neuen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhel. Woher diese Summe kommt, aus welchen Faktoren sie sich zusammensetzt, „wollte (oder konnte?)“ Wilhelm beim Pressegespräch am Donnerstag in Berlin nicht sagen. Die Rundfunkpolitik, die über die finanzielle Ausstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks entscheidet, solle über die große Zahl erschrecken  – „darüber, dass bei einem Status quo des Monatsbeitrages von 17,50 Euro es weniger Programm von ARD, ZDF und Deutschlandradio geben wird.“ Derzeit nutzten die drei Sender acht Milliarden Euro Einnahmen für 20 Fernsehprogramme, 69 Radiowellen und mehr als 120 Mobile- und Desktopangebote: Drei Milliarden mehr, sonst... (frei zugänglich)

Ulrich Wilhelm sage, für das eigene Programm habe er kaum Zeit, schreibt Anne Fromm in der tageszeitung. Er sei viel unterwegs, zum Fernsehen und Radiohören komme er nur selten. Vielleicht liege es daran, dass Wilhelm am Donnerstag vor Journalist*innen im ARD-Hauptstadtstudio den Satz sagte, den er in den vergangenen Wochen häufig gesagt hat: Wenn es keinen Teuerungsausgleich geben werde, wenn der Rundfunkbeitrag nicht gemäß der Inflation angehoben werde – dann müsse am Programm gespart werden: Wilhelm fehlt die Zeit zum Fernsehen (frei zugänglich)


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