13.09.2017

Zwei Interviews mit Nico Hofmann, CEO der UFA: Eine große Welle von deutschen Produktionen & eine klare Positionierung pro Territorialität

"Der deutsche Markt würde gut daran tun, sich auf eine große Welle von deutschen Produktionen vorzubereiten. Das ist auch der Grund, warum RTL massiv Geld in neue Serien investiert." So Nico Hofmann im Interview mit dwdl.de. Nico Hofmann: "Natürlich ist die UFA systemrelevant"

Ein weiteres Interview mit Nico Hofmann: „Wir Produzenten sprechen uns ganz klar für den Erhalt des Territorialprinzips aus. Wenn die Politik dessen Wichtigkeit nicht anerkennt, wäre das das Ende des europäischen Produzentenmarkts. Nicht nur in Deutschland, in allen europäischen Ländern. Eine erweitere Mediathekennutzung, die wichtig ist, um sich gegen international agierende Plattformen zu behaupten, darf aber nicht endlos auf Kosten der Produzenten ausgedehnt werden. Die Politik geht hier nur vom Konsumenten aus. Aber die wenigsten Politiker überblicken, wie schwierig das Produktionsbusiness geworden ist. Brigitte Zypries versteht das, Sigmar Gabriel auch, aber im Kulturministerium stoße ich auf wenig Gehör. Da gibt es eine fast schon mäzenatenhafte Kinoförderung. Das kann man verstehen, darf aber nicht die Augen verschließen vor einer Medienwirtschaft, die maßgeblich vom Fernsehen dominiert wird; ein Milliardenmarkt, der Zehntausende in diesem Land beschäftigt. Wenn man das nicht versteht, und das scheint beim Kulturministerium so zu sein, ist ein Dialog schwierig.“ "Mir ist klar, dass ich abgeben muss" (Auszug aus dem Artikel in der Berliner Morgenpost von Journalist Peter Zander)


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