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Pressemitteilung

Gemeinsame Erklärung von GWA, OWM, Produzentenallianz (Sektion Werbung) und ZAW zur Corona-Krise

19. März 2020
Thema
Sektion

Werbung

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Geschäftsstelle Berlin
T 030 20670880
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  • Werbewirtschaftliche Produktionen aussetzen, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen
  • Solidarität zwischen Unternehmen jeder Größe praktizieren, um die Wertschöpfungsketten der Branche für die Zukunft zu erhalten
  • Wirtschaftspolitisches Hilfspaket unmittelbar umsetzen und weitere Maßnahmen startklar machen, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern

BERLIN, 19.3.2020 – Die Welt und somit auch die Branchen der Werbewirtschaft befinden sich in einer noch nie da gewesenen Ausnahmesituation.

Die kommenden Tage und Wochen sind entscheidend, um die weitere explosionsartige Ausbreitung des Corona-Virus nachhaltig zu verhindern.

In einem verbandsübergreifenden Appell wollen die Organisationen GWA, OWM, die Sektion Werbung der Produzenten Allianz und der ZAW dafür Sorge tragen, dass alle Marktteilnehmer im Bereich der Werbewirtschaft aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht verantwortungsvoll, solidarisch und besonnen handeln.

Die international, auf europäischer Ebene, von Bund, Ländern und Kommunen getroffenen Eindämmungsmaßnahmen wie Quarantäneregelungen, Einreisebeschränkungen und die Einschränkungen im nationalen und internationalen Luft- und Reiseverkehr machen es weitgehend unmöglich berechenbar Filme oder andere arbeitsteilig produzierte Formen kommerzieller Kommunikation herzustellen.

Daher empfehlen die unterzeichnenden Organisationen umgehend alle derzeitigen Dreharbeiten und vergleichbare Produktionsmaßnahmen zu verschieben. Anders kann die Einhaltung der Vorschriften gegen die Verbreitung des Corona-Virus zum Schutze aller Mitwirkenden nicht mehr zu hundert Prozent gewährleistet werden. Der Schutz aller Beteiligten und die möglichst effiziente Eindämmung der Neuinfektionen müssen absolute Priorität haben.

Die unterzeichnenden Organisationen sind sich bewusst: Hiermit sind schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen verbunden. Es muss daher das Ziel aller Marktteilnehmer sein, einen fairen Lastenausgleich für laufende Projekte zu finden, um sicher zu stellen, dass auch nach ausgestandener Krise noch ein funktionierender und wettbewerbsfähiger Dienstleistermarkt für die deutsche Wirtschaft besteht.

So wie die Pandemie von staatlicher Seite rational und mit allem Nachdruck bekämpft wird, müssen auch die ökonomischen Nachteile der Krise von den Branchenverantwortlichen angegangen werden. Dies erfordert gleichermaßen ein vorausschauendes Management wie Fairness und Solidarität zwischen den betroffenen Unternehmen.

Kraftvolle Maßnahmen der Wirtschaftspolitik müssen hinzukommen. Die unterzeichnenden Verbände begrüßen sehr, dass die Bundesregierung und die Länder mit dem „3-Stufen-Plan“ signalisiert haben, alles Notwendige zu tun und die vorhandene Finanzkraft einzusetzen, um die Stabilisierung der Wirtschaft zu bewirken und damit betroffene Unternehmen und Beschäftigte zu schützen.

Werbefilmproduktionen und ihre Marktpartner, namentlich Agenturen und Werbungtreibende, letztlich die Werbewirtschaft insgesamt, wollen und werden im Interesse des Gesundheitsschutzes rational und verantwortungsbewusst handeln. Um die ökonomischen Folgen aufzufangen, benötigen sie aber auch substantielle, praktikable und unbürokratische Hilfe. Aufgabe der Politik ist jetzt sehr schnell in enger Zusammenarbeit mit den Branchenorganisationen diese Unterstützung zur Abfederung der Folgen der Krise zu leisten und – weil dies derzeit nicht ausgeschlossen werden kann – weitere Maßnahmen insbesondere zur Liquiditätssicherung der Unternehmen bereit zu halten.

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