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Pressemitteilung

Paradigmenwechsel bei der Rechteaufteilung – Neue Eckpunkte über die Zusammenarbeit bei Kino-Gemeinschaftsproduktionen zwischen der Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen, dem Produzentenverband, dem Film- und Medienverband NRW und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)

19. Dezember 2019
Thema
Sektion

Kino

Region

Deutschland

Kontakt

Geschäftsstelle Berlin
T 030 20670880
E-Mail

Berlin, 19. Dezember 2019 – Nach intensiv geführten Verhandlungen haben sich das ZDF und die Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen, der Produzentenverband und der Film- und Medienverband NRW über die vertragliche Zusammenarbeit zu Film-/Fernseh-Gemeinschafts-produktionen und vergleichbaren Kino-Koproduktionen verständigt.

Zur Stärkung der Auswertungsmöglichkeiten von Produzent*innen wird mit den neuen Eckpunkten nun durchgängig eine Differenzierung des Umfangs der Rechteeinräumung an das ZDF nach der Höhe seiner Finanzierungsbeteiligung an der jeweiligen Produktion vorgenommen. Nach der vorgesehenen Clusterung erhalten Produzent*innen desto mehr Rechte, je kleiner der Finanzierungsanteil des Senders ist – und umgekehrt. Das ZDF hat damit insbesondere eine Erweiterung der Möglichkeiten der Produzent*innen zur Verwertung der VoD-, aber auch der Pay-TV-Rechte akzeptiert und damit den Produzent*innen verbesserte Recoupmentmöglichkeiten zugestanden. Im Gegenzug wurden die Auswertungs­möglichkeiten von Kino-Gemeinschaftsproduktionen in der Mediathek des ZDF modernisiert und ebenfalls in Abhängigkeit zur jeweiligen Finanzierungsbeteiligung des ZDF erweitert.

Die Eckpunktevereinbarung tritt zum 02. Januar 2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2023.

Die Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen, der Produzentenverband und der Film- und Medienverband NRW, die die Verhandlungen auf Produzentenseite gemeinsam geführt haben, erklären zu den neuen Eckpunkten: „Es war höchste Zeit für eine Überarbeitung des Regelwerks von Koproduktionen mit dem ZDF, da die Vorgängerregelungen, die vor dem Hintergrund der sich rasant wandelnden Auswertungsgegebenheiten zu Lasten der Produzenten*innen als unausgewogen erschienen, bereits zum Ende des Jahres 2016 gekündigt worden waren. Auch wenn nicht alle für eine bestmögliche Verwertung der Produktionen aus Sicht der Produzenten*innen wünschenswerten Forderungen durchgesetzt werden konnten, so stellen diese Eckpunkte doch einen wichtigen Einstieg in eine differenzierte Rechteaufteilung zwischen Produzent*innen und dem ZDF dar. Wir haben dem Abschluss in der Überzeugung und der Erwartung zugestimmt, mit den neuen Eckpunkten einen Rechtsrahmen zu schaffen, der es Produzent*innen und dem ZDF ermöglicht, wieder verstärkt Kino-Koproduktionen zu verwirklichen und so gemeinsam diesen kulturell wichtigen Programmbereich zu stärken.“

Dr. Norbert Himmler, Programmdirektor des ZDF, führt zu den neuen Eckpunkten aus: Das ZDF begrüßt die Einigung mit den Produzenten*innen nach intensiven Verhandlungen. Mit der Vereinbarung sei eine moderne und richtungsweisende Regelung gelungen, um das Engagement für den Kinofilm gemeinsam mit den Produzenten*innen fortzusetzen. Die Regelungen die eine Rechteaufteilung abhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung vorsähen, werden den beiderseitigen Interessen auch im Sinne des Zuschauers gerecht.“

 Die Pressemitteilung als PDF

Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen (kurz: Produzentenallianz) ist die unabhängige Interessenvertretung der Produzentinnen und Produzenten in Deutschland von Film-, Fernseh- und anderen audiovisuellen Werken. Sie repräsentiert mit über 270 Mitgliedern die wichtigsten Produktionsunternehmen aus den Sektionen Animation, Dokumentation, Entertainment, Fernsehen, Kino und Werbung. Im nationalen und internationalen Rahmen tritt die Produzentenallianz gegenüber Politik, Verwertern, Tarifpartnern und allen Körperschaften der Medien- und Kulturwirtschaft für die Belange der Produzentinnen und Produzenten ein.

Der Produzentenverband vertritt über 100 unabhängige Film- und Fernsehproduzent*innen und ist maßgeblicher Vertreter der unabhängigen Produzent*innen in Deutschland.

Der Film und Medienverband NRW e. V. repräsentiert die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Film- und Medienbranche aus Nordrhein-Westfalen. Wir vertreten ihre Interessen gegenüber der Politik, Sendern und Öffentlichkeit und wollen die Bedeutung NRWs im Wettbewerb der bundesdeutschen Medienstandorte stärken.

Pressekontakte

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Leitung Presse & Kommunikation
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www.produzentenallianz.de
www.facebook.com/produzentenallianz
www.twitter.com/p_allianz

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Erwin M. Schmidt
Geschäftsführer
Tel. 030 2577 1690
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www.produzentenverband.de

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Film und Medienverband NRW e.V.
Jan Philipp Kock
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0221 139 11 94
janphilipp.kock@filmundmedienverbandnrw.de

www.filmundmedienverbandnrw.de

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