Springe zum Inhalt
Pressemitteilung

Produzentenallianz lobt FFF Bayern und Film- und Medienstiftung NRW | Ausfallrisiken bedrohen Existenz von Produktionsunternehmen

4. Mai 2020
Thema
Kontakt

Geschäftsstelle Berlin
T 030 20670880
E-Mail

Wie der Vergabeausschuss des FilmFernsehFonds Bayern (FFF) am vergangenen Donnerstag mitteilte, werden im Rahmen der Film- und Serienförderung 26 Projekte mit einer Gesamtsumme von 6,5 Mio. Euro unterstützt. Davon entfallen 3 Mio. Euro auf die Förderung der Produktion neuer Kinofilme und 2,7 Mio. Euro auf die Förderung von Filmen und Serien für das Fernsehen. „Für die durch die Corona-Krise nahezu völlig zum Stillstand gekommene Produktionswirtschaft, ist diese Vergabeentscheidung des FFF Bayern ein wichtiges Signal. Sie unterstreicht die Bedeutung der audiovisuellen Produktion für den Filmstandort Bayern und ist ein zuversichtliches Zeichen dafür, dass der Produktionsbetrieb in Bayern Schritt für Schritt wieder hochgefahren werden wird, sobald es die Gesundheitslage zulässt“, so Uli Aselmann, stellvertretender Vorsitzender der Produzentenallianz und Vorsitzender der Sektion Kino.

Aselmann lobt darüber hinaus das Engagement der Film- und Medienstiftung NRW, die jüngst als Corona-Hilfsmaßnahme ein Programm für Entwicklungsförderung aufgelegt hat. Damit wird die Filmstiftung zunächst für zwei Jahre ein Budget in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro für die Entwicklung von neuen Filmprojekten nordrhein-westfälischer Produzent*innen und Autor*innen zur Verfügung stellen.

Sorgen bereitet der Produktionswirtschaft allerdings weiterhin die Tatsache, dass sich für Produzent*innen noch keine Möglichkeit konkretisiert, das Ausfallrisiko künftiger Produktionen in der Folge der Corona-Krise zu versichern oder in sonstiger Weise für Produzent*innen und Finanzierungspartner von Produktionen abzudecken: „Durch die Corona-Pandemie greifen Ausfallversicherungen im Schadensfall nicht. Angesichts fortbestehender Ausfallrisiken kann selbst bei eigentlich voll finanzierten Produktionen die Finanzierung nicht geschlossen werden. Und auf eigenes Risiko können insbesondere kleine und mittlere Produzent*innen nicht in Vorlage gehen, wollen sie nicht sehenden Auges die Existenz ihres Unternehmens gefährden. Deshalb müssen hier schnelle Lösungen entwickelt werden. Beispielsweise wäre ein Ausfallfonds unter Beteiligung der KfW, der BKM und der Sendergruppen ein möglicher Weg, der die Belastungen auf mehrere Schultern verteilt“, so Aselmann weiter.

Scroll