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Presseschau

AfD will deutschen Film in die Mangel nehmen

18. Februar 2020
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Hanns-Georg Rodek erörtert in einem umfangreichen Artikel in der WELT die Einflussnahme der AfD auf den Deutschen Film. Öffentlichkeitswirksamer Startschuss dazu war im letzten Jahr das Treffen zwischen Jörg Meuthen und dem damaligen Chef der Filmförderung Hessen, Mendig. Rodek sieht hier eine Blaupause, auch für die Ereignisse in Thüringen. Zuvor war die AfD-Filmstrategie auf „Nadelstiche“ beschränkt, nun jedoch seien AfD-Funktionäre in den Kontrollgremien vieler öffentlich-rechtlicher Anstalten. Auffällig sei nun, dass die AfD aktiver in Sachen Filmpolitik werde. Den im letzten Jahr angekündigten Runden Tisch von Monika Grütters nahm die AfD zum Anlass zu kritisieren, er habe bisher nie getagt (was nicht stimmt) und angesichts des Mangels zugkräftiger Deutscher Filme dürfe es kein „Weiter so“ geben. So sei eine Evaluation der Förderung notwendig. Antrag der AfD lautete entsprechend: „Filmförderung neu Denken – Haushaltsmittel bis zur Evaluation einer neuen Richtlinie sperren.“ Rodek befürchtet, „hätte der Antrag (…) eine Mehrheit gefunden, wäre in kürzester Zeit die deutsche Filmproduktion zum Erliegen gekommen (…)“. Rodek interpretiert den Antrag und vermutet eine Drohgebärde der AfD „gegenüber den Filmemachern“ nach dem Motto: „Seht her, wir werden euch die Mittel wegnehmen, wenn ihr nicht kuscht.“

Wie die AfD den deutschen Film untergraben will von Hanns-Georg Rodek in Die WELT  vom 18.02.2020 Ausgabe 41 Seite 22 und online (nicht kostenfrei zugänglich)

 

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