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Presseschau

ARD Eckpunkte 2.0 (Update II): „Die größte Reform der vergangenen 50 Jahre“

4. Februar 2016
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Mit der den neuen ARD-Eckpunkten für die Fernsehauftragsproduktion werde die Produzentenlandschaft neu vermessen, zitiert epd Medien Produzentenallianz-Geschäftsführer Christoph Palmer. Es handele sich um „die größte Reform der vergangenen 50 Jahre“. Durch die gesamte Verbesserung der Vergütungen würden sich die Produktionskosten für die ARD um zwölf bis 15 Prozent erhöhen, habe Palmer dem epd gesagt. Darin seien allerdings auch höhere Vergütungen für Urheber wie Regisseure und Drehbuchautoren enthalten. Am stärksten von den neuen Regelungen würden aufwendige Dokumentationen profitieren, habe Palmer gesagt, weil diese bisher am stärksten unter der Unterfinanzierung gelitten hätten: ARD und Produzenten einigen sich über Vertragsbedingungen (epd Medien Nr. 6, 5.2.2016., S. 12, nicht online zugänglich)

Kaum sei die ARD-Filmintendantin Karola Wille Anfang Januar turnusmäßig ARD-Vorsitzende geworden, lege sie ein neues Eckpunktepapier vor, das den Produzenten spürbar entgegen kommt, kommentiert Ulrich Höcherl in Blickpunkt:Film. Lange genug hätten sich Deutschlands Produzenten mit ihren dominierenden Produktionspartnern bzw. Auftraggebern, den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, über inzwischen regelmäßig anfallende Kosten streiten dürfen, die genauso regelmäßig nicht anerkannt worden seien. „Die neue Selbstverpflichtung ist ein guter Schritt, dem andere folgen sollten.“ Die öffentlich-rechtliche Seite zeige sich „immer noch recht hartleibig, wenn es auch ums faire Verteilen aller anfallenden Rechte geht“. Zu stark sähen die Sender die Produzenten immer noch als verlängerte Werkbank an, an der nach ihren Bedingungen Programmstunden im Akkord verfertigt werden. „Starke, vernünftig kapitalisierte Partner auf Augenhöhe sorgen aber für eine ganz andere Qualität bei der Programmentwicklung. Immerhin hat die ARD, haben Frau Wille und Frau Strobl für ein Signal gesorgt, das auch die Kollegen vom ZDF und vom Privatfernsehen hören sollten.“ – Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg!

In einer Umfrage zu den „Eckpunkten 2.0“ lässt Blickpunkt:Film einige Branchenvertreter zu Wort kommen: Dagmar Biller, Vorsitzende der Produzentenallianz-Sektion Dokumentation („Für uns Dokumentarfilmer sind die neuen Eckpunkte ein Rettungsanker.“), Heinrich Schafmeister, Vorstand BFFS („Der BFFS begrüßt nach wie vor die Bemühungen um Kalkulationsrealismus.“),  Uwe Petzold, VDD („… begrüßt, dass sich in der Eckpunktevereinbarung zwischen der ARD und der Produzentenallianz die Bereitschaft ausdrückt, der strukturellen Unterfinanzierung der ARD-Auftragsproduktionen endlich entgegenzuwirken und Kalkulationsrealismus herzustellen“), Cornelia von Braun, Vorstandsvorsitzende BVC („…  ist froh, dass das Gewerk des Casting Directors, ohne dessen Arbeit ein Film nicht mit Leben gefüllt wird, nun auch in den Kalkulationen berücksichtigt wird.“) und Arno Ortmair, Vorstand VDFP („Ein wichtiger und guter Schritt in die richtige Richtung“): Was die Branche zu den neuen ARD-Eckpunkten sagt

In der aktuellen „Vote & Quote“-Umfrage zu den Eckpunkten 2.0 fragt Blickpunkt Film: „Führen die neuen Eckpunkte zwischen ARD und Produzentenallianz zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Produzenten?“

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