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Presseschau

Der neue Telemedienauftrag: Produzentenallianz kritisiert „eklatante Benachteiligung europäischer gegenüber amerikanischer Lizenzprogramme“

18. Juni 2018
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Blickpunkt:Film: Wirtschaftliche Notwendigkeiten und legitime Interessen von Produzenten und Urhebern werden übersehenProduzentenallianz betont „eklatante Benachteiligung europäischer gegenüber amerikanischer Lizenzprogramme“ Produzentenallianz bedauert Mediatheken-Entscheidung(frei zugänglich)Spiegel: Es lebe die Serie, es sterbe der Produzent? Der neue Telemedienauftrag für ARD und ZDF fördere die Fernsehkunst – und beutele die Hersteller. Es müssen neue Gewinnmodelle für die private Filmwirtschaft her, dazu schreibt Christian Buß im Spiegel: „TV-Produktionen sollen künftig länger in den Mediatheken von ARD und ZDF stehen dürfen. Bislang gilt formal die sogenannte Sieben-Tage-Regel, nach der die Sender die Produktionen nach einer Woche aus ihren Mediatheken nehmen müssen. In Wahrheit galten längst schon verschiedene Zeitspannen, je nach Format und Arrangement mit den jeweiligen Produzenten.“ Der grundsätzlichen Ausweitung auf künftig 30 Tage Verbleibs in den Mediatheken folgt jedoch eine Verschiebung der Auswertungsmöglichkeiten der Sender, daher laufe die privatwirtschaftliche Film- und Fernsehbranche dagegen Sturm. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda verstehe diese Kritik: "Der entscheidende nächste Schritt ist, dass Sender und Produzenten Vergütung und Rechteverwertung zügig und angemessen regeln. Es ist die klare Erwartung der Länder, dass das ernsthaft angegangen wird." Nichts ist umsonst, nicht mal das Internet(frei zugänglich / Artikel vom 15.6.2018))Frankfurter Allgemeine Zeitung: Filmwirtschaft ist „fassungslos“: Dokumentarfilme sehen sich einer Existenzgrundlage beraubt / „rückwärtsgewandt und verfassungswidrig“ 
In der FAZ vom 16.6. (Ausgabe Nr. 137, S. 18) schreibt Michael Hanfeld darüber, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF künftig ihre Mediatheken unbegrenzt bespielen dürfen, „auch mit Inhalten, die sie selbst nicht komplett finanziert haben“.
Die Dokumentarfilmer, die oft eigenes Geld zuschießen, würden sich einer Existenzgrundlage beraubt sehen, so zitiert er AG Dok-Chef Thomas Frickel. Auch die Produzentenallianz sei nicht erfreut: Die Ministerpräsidenten dürften „die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und legitimen Interessen von Produzenten und Urhebern nicht vergessen“. Weitere Kritik kam von den Verbänden der Regisseure, Drehbuchautoren und dem Privatsenderverband Vaunet.

Tabea Rößler, Grünen-Bundestagsabgeordnete halte den Beschluss, dass die Zeitbeschränkung der Mediatheken falle für rückwärtsgewandt und verfassungswidrig“, sie heiße zwar das Fallen der Zeitbeschränkung für gut, aber es müsse klar sein, dass “die Rechteinhaber kreativer Inhalte „angemessen“ vergütet werden“. Kritik an Schlichtung
(Paid)

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