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Presseschau

„Die EU zerstört Europas Filmwirtschaft“

2. Juni 2017
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Die EU-Kommission wolle bei der Online-Verwertung von Filmen das „Territorialprinzip“ abschaffen, schreibt Jörg Seewald in der Frankfurter Allgemeinen (Ausgabe vom 1.6.). Das bedeute, dass Lizenzen nicht mehr exklusiv und länderbezogen eingeräumt werden können. Bislang schließe ein Sender mit einem Produzenten einen Vertrag, der die Online-Auswertung nur für das Heimatland des Senders erlaubt. „Die weitere Auswertung in anderen Ländern verkauft der Produzent eigenständig und mit weiteren Partnern, was die Finanzierung eines Filmprojekts erst sichert.“

In einer beispiellosen Aktion hätten sich über 411 Mitglieder verschiedenster Verbände und Unternehmen aus dem audiovisuellen Sektor aus ganz Europa zusammengetan, um mit einem offenen Brief gegen die neue EU-Verordnung Sturm zu laufen, so Seewald weiter. Aus Deutschland seien etliche Unterzeichner dabei, Verbände wie die Allianz Deutscher Produzenten zum Beispiel oder einzelne Produzenten. Ebenso verhalte es sich bei den Unterzeichnern aus den anderen EU-Ländern, „die 411er-Liste ist ein Who’s who des europäischen Film- und Fernsehschaffens.“

„Es steht viel auf dem Spiel“ und gehe um das Wohl und Wehe europäischer Mittelständler, einer vielfältigen Produzentenlandschaft, die das kreative Moment des hiesigen Film- und Fernsehschaffens ausmacht. In Brüssel wie in Berlin scheine es an dem Verständnis zu fehlen, dass Unabhängigkeit und Vielfalt ein wirtschaftliches Fundament brauchen, dass es rechtlich zu sichern gilt: Die EU zerstört Europas Filmwirtschaft (frei zugänglich, FAZ vom 1.6.2017, S. 15 – Medien)

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