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Presseschau

Diskussion: „Aegism“ – Wenn Frauen vom Fernseher verschwinden und Männer immer weiter machen

10. Oktober 2019
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NZZ-Autorin Viola Schenz bemerkt in einem Beitrag das auffällige Phänomen, dass Frauen im fortgeschrittenen Alter oftmals „freiwillig“ den Rückzug vor der Kamera antreten, Männer jedoch kaum: „Nach einem gesellschaftlichen Gesetz dürfen betagte Männer noch einmal aufdrehen, Frauen hingegen haben bitte schön abzutreten.“ Das Fernsehen als visuelles Medium sei dabei besonders gnadenlos. Allerdings: „Mitnichten aber sind Frauen alleine Opfer böser männlicher Entscheidungsträger. Im Gegenteil – der Umgang miteinander kann sogar brutaler sein. Kolleginnen haben Konkurrentinnen gern los, Zuschauerinnen lästern in Zeiten hochauflösender Bildschirme erst recht erbarmungslos über Geschlechtsgenossinnen.“ Fragen wie «Ist da eine neue Falte?» und wenn da keine neue Falte ist: «Hat sie gebotoxt?» „Weibliche Solidarität ist und bleibt eine seltene Tugend.“

Titel: Und ewig spricht Methusalem: Wo Frauen leise verschwinden und Männer ewig weiterlabern von Viola Schenz auf nzz.ch vom 09.10.2019

 

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