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Presseschau

Diskussion zum Dokumentarfilm: 12 Sendeplätze – DNA der öffentlich-rechtlichen Sender?

14. August 2017
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Höhere Budgets und bessere Plätze für Dokumentarfilme hatten die Filmemacher angesichts der Verleihung des Deutschen Dokumentarfilmpreises im Sommer gefordert. In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung findet sich zu der Debatte ein Gespräch mit den Journalisten Peter Körte und Bert Rebhandl und den Regisseuren David Bernet und Andres Veiel sowie der Regisseurin Irene Langemann. Andres Veiel schlage darin vor sich das Vorbild Österreich zu nehmen, dort gelte: „Wer Filmförderung bekommt, dem ist der Sendeplatz garantiert.“ Dazu müssten die Sender aber Macht abgeben. Dazu Bernet: Die öffentlich-rechtlichen Sender hätten sich Kompetenzen erarbeitet, was den deutschen Film betreffe, daher gäbe es auch eine Verantwortlichkeit bzw. „Hoheit“ in den Redaktionen. Er ergänzt, dass aber „durch die Format-Orientierung innovativer Spielraum“ fehle und somit der freie und kreative Dokumentarfilm oder auch Spielfilm „..auf das Kriterium der Fernsehtauglichkeit reduziert werde.“
Irene Landsmann kritisiert im Interview weiter, dass bei dem ARD-Wettbewerb Top of the Docs das Preisgeld ausschließlich für Produktionen senderabhängiger Firmen ausgeschüttet worden sei. Alle Einreichungen senderunabhängiger Firmen seien leer ausgegangen.
Andres Veiel betont abschließend: Solange es das lineare Fernsehen noch gäbe, sollte der Dokumentarfilm nicht in einen Spartenkanal abgeschoben werden, daher fordere er weiter einen Sendeplatz für den Dokumentarfilm. Lieber mal ein Schock fürs Auge

(nur für Abonnenten oder Käufer / E-Paper der FAS vom 13.8.2017, Nr. 32, S. 49, Feuilleton)

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