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Presseschau

Filmförderung: „Ohne Anreize können Sie am Spiel nicht teilnehmen“

21. Februar 2017
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Aus Sicht von Bayerns stellvertretender Ministerpräsidentin Ilse Aigner stelle die momentane Finanzierungs- bzw. Förderungssituation eine „angezogene Handbremse“ für die weitere Entwicklung dar, schreibt Marc Mensch bei Blickpunkt:Film. Dafür, mehr Anschub in diesem Bereich zu fordern, spräche eine Vielzahl „sehr überzeugender Argumente“, habe Aigner bei einer Podiumsdiskussion in der Bayerischen Vertretung während der Berlinale gesagt. Beispielhaft genannt sei nur die Tatsache, dass jeder einzelne Arbeitsplatz in der Filmwirtschaft (mindestens) einen weiteren sichert.  

Der Gedanke eines stärkeren „Aussiebens“ im Rahmen selektiver Förderung habe von Seiten des Vorstandsvorsitzenden der Produzentenallianz, Alexander Thies, „keinen Zuspruch“ erfahren. Man solle nicht vorgeben, wer überleben dürfe und wer nicht, solle auch kleinen Produktionen keine Verwertungsmöglichkeiten verschließen. Insofern seien auch andere Plattformen bzw. Geschäftsmodelle als die Kinoauswertung wesentlicher Teil des Gesamtbildes. Entscheidend sei laut Thies – und hierfür bedürfe es eines „Paradigmenwechsels“ – Rahmenbedingungen zu schaffen, die Produzenten in die Lage versetzten, Geld zu verdienen und an der Wertschöpfung teilzuhaben.

MPAA-Chef Christopher Dodd habe mit einem Beispiel aus den USA illustriert, welchen Effekt funktionierende Anreizmodelle haben. Dort „tobt“ Anreizwettbewerb auch innerhalb der einzelnen Bundesstaaten. Auch wenn Reputation und Infrastruktur ebenfalls als Faktoren berücksichtigt werden, habe es der MPAA-Chef klar auf den Punkt gebracht: „Ohne Anreize können Sie nicht am Spiel teilnehmen.“ Umso wichtiger sei dieser Punkt, weil die Zukunft des weltweiten Filmschaffens zunehmend in der internationalen Zusammenarbeit liege: „Ohne Anreize können Sie am Spiel nicht teilnehmen“

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