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Presseschau

Gastbeitrag von MDR-Intendantin Karola Wille: „Dokus bleiben unverzichtbar“

22. Februar 2018
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MDR-Intendantin Karola Wille reagiert in diesem Gastbeitrag in der taz auf die wiederholte Kritik von DokumentarfilmerInnen an der ARD. Sie betont darin, dass "mit Blick in den ARD-Produzentenbericht" .."ein deutlicher Anstieg" für das Genre zu erkennen sei: "2014 haben wir für dokumentarische Produktionen rund 44 Millionen Euro in die Hand genommen, 2016 lagen wir schon schon bei 51,5 Millio¬nen Euro." Ob diese Produktionen damit "angemessen finanziert" seien – auf diese Frage antwortet Wille: "Auf der Grundlage der ARD-Selbstverpflichtung „Eckpunkte 2.0 für ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte“ fließen seit 2017 mehr Mittel in das Doku-Genre, da bei allen Auftragsproduktionen zusätzliche Kalkulationsposten anerkannt werden. Dieser „Kalkulationsrealismus“ wird dabei regelmäßig überprüft." Und Wille betont weiter: "Im Rahmen dieser „Eckpunkte 2.0“ werden zusätzlich über das „Leistungsmodell“ insgesamt 600.000 Euro an Doku-Produzentinnen und Produzenten zur Entwicklung neuer Projekte vergeben, um so Innovation nachhaltig zu fördern."

Zur Thematik Sendeplätze für Dokumentarfilme hält sie fest, dass sich das Erste bereits "mehrmals im Jahr zur Primetime um 20.15 Uhr mit Dokumentationen gesellschaftlich relevanten Geschichten" widmen würde und sie betont noch einmal den zu Jahresanfang beim MDR neu geschaffenen festen Sendeplatz jeweils sonntags um 22.20 Uhr dafür. „Dokus bleiben unverzichtbar“
(auf Wunsch frei zugänglich)

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