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Presseschau

HDF: Angekündigte FFA-Konsequenzen „Drohgebärde“

16. Dezember 2008
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Mit einer Presseerklärung hat der HDF Kino auf eine Ankündigung der FFA reagiert, im Falle weiterer Vorbehaltszahlungen der Filmabgabe durch die Kionobetreiber unter anderem die Einschränkung von Kino- und Kopienförderung in Erwägung zu ziehen, berichtet Blickpunkt:Film. Diese „Drohgebärde“ solle laut HDF-Vorstand Thomas Negele vor allem kleinere und mittelständische Betreiber verunsichern. Einer weitergehenden Ankündigung der FFA, zu prüfen, inwieweit bei der Gremien- und Kommissionenbesetzung möglicherweise HDF-Mitglieder nicht berücksichtigt würden, fehle schon die rechtliche Grundlage.

Grundsätzlich suche der HDF weiterhin den „konstruktiven und sachlichen Dialog mit allen Beteiligten“. Da die Höhe der FFA-Filmabgabe der Kinos seit Jahren der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Kinobranche widerspreche und trotz der Ungleichbehandlung die Abgabensystematik im neuen FFG nicht verändert worden sei, bleibe es jedoch bei der Forderung des HDF nach Entlastung: „HDF sucht ,konstruktiven Dialog’“

Die Pressemitteilung von HDF Kino im Wortlaut:

Abbau der Ungleichbehandlung von Kinos

Die Höhe der FFA-Filmabgabe der Kinos widerspricht seit Jahren der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Kinobranche. Sie ist im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Einzahler TV und Video viel zu hoch angesetzt, trotz erfreulicher FFG-Neuerungen wie der Kino-Netto-Abgabe. Diese Ungleichbehandlung wurde seitens der Kinos im Zuge der FFG-Novelle immer wieder thematisiert. Dennoch ist die Abgabensystematik auch im neuen FFG nicht verändert worden. Dies hat die Haltung zur Zahlung der Kinoabgabe unter Vorbehalt verstärkt. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird jedoch erst in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Januar 2009 abgestimmt.

In einer außerordentlichen Verwaltungsratsitzung der FFA am 4. Dezember wurde neben begrüßenswerten weiteren Entlastungen der Kinos auch kontrovers über die Thematik der Vorbehaltszahlung diskutiert.

Im FFA-Präsidium wurden allerdings für den Fall weiterer Vorbehaltszahlungen Einschränkungen der Kopien- und Absatzförderung angedacht: „Eine vom FFA-Präsidium in Erwägung gezogene Aussetzung der Kino- und Kopienförderung ist eine Drohgebärde, die insbesondere kleinere und mittelständische Kinobetreiber verunsichern soll“, stellt Dr. Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender des HDF Kino e.V., fest. Gleiches gelte für die Ankündigung, zu prüfen, inwieweit bei der Gremien- und Kommissionenbesetzung möglicherweise HDF-Mitglieder nicht berücksichtigt werden. Diesen versteckten Drohungen fehlt allerdings die rechtliche Grundlage.

 „Wir fordern die Politik auf, das gesetzlich Mögliche zum Abbau der Ungleichbehandlung und zur Entlastung der deutschen Kinowirtschaft zu nutzen“, führt Dr. Thomas Negele aus. „Dazu suchen wir auch weiterhin den konstruktiven und sachlichen Dialog mit allen Beteiligten.“

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