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Presseschau

Intendantenriege der Öffentlich-Rechtlichen ohne Fachleute für Kultur und Fiktion

5. Juli 2013
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Seit dem 1. Juli sei die Intendantenriege der Öffentlich-Rechtlichen mit Tom Buhrow um einen gelernten Journalisten reicher – eine Berufsgruppe suche man an der Senderspitze vergebens: „Fachleute für Kultur und Fiktion“, schreibt Norbert Schneider, ehemaliger Direktor der NRW-Landesanstalt für Medien in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine. „Wer sich für unsere Fernsehbranche interessiert und amerikanische Serien wie ‚Die Sopranos‘ oder ‚Homeland‘, ‚Breaking Bad‘ oder ‚The Wire‘ schätzt, stellt sich schnell die Frage, weshalb es solche Serien in Deutschland, von rühmlichen Ansätzen wie ‚Weissensee‘ abgesehen, nicht gibt.“ Norbert Schneiders Antwort: „Weil die Drehbuchautoren (und die Produzenten) sich den zeitlichen Vorlauf, der nötig wäre, nicht leisten können. Und warum? Das können sie deshalb nicht, weil das System, das sich diese Serien finanziell locker leisten könnte – schließlich ist es das reichste der Welt –, weil das System sie sich nicht leistet. Nicht einmal: sich nicht leisten will. Sondern viel einfacher: sich nicht leistet. Weil es keinen gibt, der sich der Sache derart annimmt, dass sie etwas werden könnte.“ – Das Fiktionale muss auf Platz eins stehen (frei zugänglich, FAZ vom 5.7.2013, Seite 39 – Medien)

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