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Presseschau

Interview: „Man bekommt leichter ein Visum für Nordkorea, als einen Dokumentarfilm-Sendeplatz in der ARD“

2. Dezember 2019
Thema
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Dokumentation

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Die Medienkorrespondenz spricht mit dem Medienforscher und Filmemacher Lutz Hachmeister über Medienjournalismus, Zusammenhalt und den deutschen Dokumentarfilm. Zu Letzterem erklärt er bezogen auf die Zusammenarbeit mit der ARD: „De facto gibt es im Ersten Programm ja nur sechs bis zwölf Dokumentarfilm-Sendeplätze pro Jahr, wenn man Kino-Koproduktionen einbezieht. Das ist eine Lotterie, das sorgt auf beiden Seiten für keine große Freude.“ Nachmeister kritisiert weiter: „Die Redakteure wollen immer mehr durchgeskriptete Konzepte. Es ist ja klar, dass man eine Idee haben muss, was man machen will – aber der Sinn des dokumentarischen Arbeitens ist doch, sich auf die Wirklichkeit einzulassen und sich auch überraschen zu lassen.“ Diese Bereitschaft sei „radikal gesunken“.

„Dieser Diskurs hat keinen Anspruch auf mich“ von René Martens auf medienkorrespondenz.de am 01.12.2019

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