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Presseschau

Interview: „Selbst die, die den Markt dominieren, wissen nicht, wo die Reise hingeht“

20. Mai 2019
Thema
Region

Österreich

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Im Interview von Blickpunkt:Film mit Alexander Glehr sieht der Geschäftsführer vom Wiener Nowotny Film und Ko-Präsident des Produzentenverbands AAFP einen Markt im kompletten Umbruch. Einerseits gäbe es Möglichkeiten, wie nie zuvor, andererseits käme es zu irrsinnigen Marktkonzentrationen speziell mit Vertrieb. Die Frage sei, „wie definiert man sich in diesem Marktumfeld als unabhängiger Produzent“. Für Filmschaffende sei dieser Zustand sehr unsexy, da in diesem Spiel die „Regeln und Vorgaben nicht mal mehr von deutschen Playern aufgestellt, werden sondern von immer größer werdenden supranationalen Medienkonglomeraten, aber vor allem auch von branchenfremden Konzernen (…)“. Dadurch, dass Vertriebswege mehr Möglichkeiten offerierten, bleibe dort auch mehr hängen. Das gehe zu Lasten der Produzenten. Das in Österreich angekündigte Steueranreizmodell könne hier möglicherweise für etwas Entlastung sorgen. Das Modell sei „äußerer Ausdruck des Bekenntnisses, das Österreich an der audiovisuellen Wertschöpfung in Europa nicht nur teilhaben, sondern vorn dabei sein will.“ In der Detailarbeit der Ausarbeitung des Modells müsse darauf Acht gegeben werden, „dass sich dieses Steueranreizmodell klug in die bestehenden Gegebenheiten der Filmfinanzierung in Österreich einfügt.“

Titel (erstveröffentlicht): Der Zustand jetzt ist sehr unsexy von Barbara Schuster in Blickpunkt:Film Ausgabe 21 vom 20.05.2019 Seite 30 bis 36 (nicht frei zugänglich) nun auch frei zugänglich

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