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Presseschau

Kinodigitalisierung: BKM Neumann stellt Überlegungen vor

7. Mai 2010
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann habe im Rahmen eines Filmforums der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seine Überlegungen zu einem Fördermodell für die Digitalisierung der Kinos in Deutschland vorgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des BKM. Ziel des gemeinsam mit der Filmförderungsanstalt (FFA) erarbeiteten Fördermodells sei es, die Kinolandschaft in der Fläche zu erhalten und damit auch eine kulturelle Grundversorgung zu sichern: Kulturstaatsminister Bernd Neumann will flächendeckende Digitalisierung der Kinos in Deutschland (frei zugänglich)

Das Konzept, das der BKM in Berlin vorgestellt hat, beruht auf zwei Säulen. Jene vier Mio. Euro, die die Regierung für die Kinodigitalisierung in den aktuellen Haushalt eingestellt hat, sollen ausschließlich umsatzschwachen Kinos  („Kriterienkinos“) zugute kommen. Die zweite Säule bilden Multiplexe mit mindestens sieben Sälen und umsatzstarke Kinos. Für diese ist staatliche Unterstützung nicht erforderlich, die FFA kann jedoch auch hier über eine Förderung mit an Bord sein, sobald Mittel durch die Rücknahme von Vorbehalten frei werden. In den anschließenden Stellungnahmen wurde dieses Konzept von Vertretern der Verleiher, der Produzentenallianz und der Kinotheater im Grundsatz begrüßt, wenn auch im Detail noch Anpassungsbedarf gesehen wurde. Wichtig sei, dass das Konzept jetzt zeitnah realisiert werde und spätestens ab Sommer funktioniere. (MA/Red.)

Im Grunde sei es ein Termin zur Unzeit gewesen, meint Blickpunkt:Film. Denn über Umfang und Höhe des (mit)entscheidenden Verleiheranteils an einem neuen Finanzierungsmodell habe niemand ein Wort verlieren können und wollen, weil das entsprechende Konzept nach wie vor zur Prüfung in Brüssel liege.

Obwohl an diesem Tag viele wesentliche Fragen offen bleiben mussten, so Blickpunkt:Film weiter, habe Mathias Schwarz als Vertreter der Produzentenallianz auf den Punkt gebracht, weshalb zumindest der Säule „Kriterienkinos“ Erfolg beschieden sein könnte: Denn auf dieser Seite sei die „unselige Verbindung“ zwischen FFG-Streit und Finanzierungsfrage „vom Tisch“: „Überlebensfrage für jedes Kino“

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