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Presseschau

Leipziger Filmkunstmesse: Diskussion um Filmförderung

19. September 2019
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Auf einer Podiumsdiskussion der Leipziger Filmkunstmesse erklärte BKM-Gruppenleiter Jan Ole Püschel, dass man einen gewissen Konsens dahingehend sehe, dass „die Produktionsförderung, um die man sich in den vergangenen Jahren besonders intensiv gekümmert habe, nur ein Teilbaustein sein könne und man (noch) stärker vor- bzw. nachgelagert arbeiten müsse. Sprich: Dass man nun Entwicklung & Herausbringung stärken müsse.“ Ein Ansinnen, mit dem man – so Blickpunkt:Film – bei Kinos und Verleihern im Zweifel offene Türen einrennt. MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen überlegt indes laut, wie das Fördersystem unter diesen Voraussetzungen entlastet werden könne: „Wege zu finden, gewissen Projekten am Ende doch keine Kinoauswertung vorzuschreiben – etwa dann, wenn ein in der Produktion unterstütztes Projekt am Ende auf Ebene der Verleihförderung scheitere. Ein Denkansatz, den man (zumal in Leipzig) nicht zum ersten Mal hörte, der für sich genommen aber leider noch keine Antwort auf die Gefahr eines Missbrauchs von originären Kinofilm-Fördermitteln liefert.“

Titel „Es ist eine Gratwanderung“ von Marc Mensch auf blickpunktfilm.de am 18.09.2019

Zuvor formulierte Ulrich Matthes in einer Keynote, dass Kinos, ohne Zweifel zentraler Teil des kulturellen Erbes seien, sie seien „emotionale Krafträume“, „Schulen der Empathie“ – und verdienten damit stärkere Unterstützung. „Das Kino muss mehr Geld bekommen!“, formulierte es Matthes mit Blick auf die ungleich höhere Subventionierung, die unter anderem das Theater und die Oper erfahren.

Titel: „Das Kino muss mehr Geld bekommen!“ von Marc Mensch auf blickpunktfilm.de am 18.09.2019

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