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Presseschau

Medienmarkt: Motto-Alles aus einer Hand – Neues Gesetz der Branche / Welten der Fernbedienung werden zu Ökosystemen der Streamingdienste

29. August 2018
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US-Megakonzerne würden den Medienmarkt beherrschen, zeige eine aktuelle Rangliste des Kölner Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM). Dazu schreibt im Handelsblatt Hans-Jürgen Jakobs: Gerade der AT&T-Deal habe „ganz neue Zeichen im globalen Medienmarkt gesetzt“. Es würden sich hier verbinden: Telefonnetze, Internetverbindungen und Bewegtbilder aller Art. Eine neue „Konvergenz“ von Vertrieb und Medieninhalten soll die Kunden beglücken und zu Umsatzsprüngen führen.“ Das sei „das neue Gesetz der Branche. Motto: Alles aus einer Hand.“
Zu Netflix heißt es im Artikel, dass es zum „Herold des Wandels“ werde: „Allein 2018 sollen insgesamt mehr als 700 Filme und Serien entstehen, koste es, was es wolle. Fast 13 Milliarden Dollar gibt CEO Hastings dafür 2018 aus. Schuldenhöhe schon jetzt: mehr als acht Milliarden Dollar.“
„Der Siegeszug der Streamingdienste führe zu einem Anpassungszwang der Film- und Fernsehfirmen“ so der international erfahrene Medienanwalt Christoph Wagner aus der Kanzlei Morrison Foerster in Berlin, der so aussähe: „Entweder man schließt sich einem Kabel- oder Telekomriesen an, oder man konsolidiert untereinander.“ Vorteile der Streamingdienste seien u.a., dass sie „hohe Kosten für Kabelplätze und Satellitentransponder“ sparen würden. Wagner sagt, sie hätten dadurch mehr „content buying power“.

Apple werde allein in „2018 mehr als eine Milliarde Dollar für Filmproduktionen ausgeben, so der Medienkommissar weiter im Artikel.
Zwar würden deutsche Unternehmen auf dem globalen Medienmarkt nur Nebenroller spielen, aber auch hier gäbe es Bewegungen, so bei der Deutschen Telekom, er schreibt: „Nun wollen die Manager über ihre Streamingeinheit Entertain TV (3,2 Millionen Kunden) expandieren. Geschätztes Budget für Rechte und Inhalte: eine Milliarde Euro für vier Jahre.“ Fernsehchef Wolfgang Elsäßer, so heißt es im Artikel „träumt von einem großen eigenen Marktauftritt, losgelöst von Festnetz und Telefonie. Aus Entertain TV könnte im Zuge einer Offensive „Magenta“ werden, erfuhr das Handelsblatt.“ US-Konzerne wie AT&T, Disney und Netflix schreiben die Regeln der Medienwelt neu
(nicht frei zugänglich)

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