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Presseschau

#MeToo-Debatte – Presseblick: Regelwerk bei Filmdrehs / Günter Rohrbach / Hanna Schygulla

20. Februar 2018
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Die MeToo-Debatte am Rande der Berlinale gehe weiter: Auf Einladung von Pro Quote Film diskutierten am 19.2. Schauspielerinnen und Fernsehverantwortliche über sexuelle Gewalt. Ein Bericht von Gunda Bartels findet sich im Tagesspiegel. Auszug: "Auch Frauenministerin Katarina Barley (SPD) hält eine Begrüßungsrede, in der sie ihre Sympathie für die Forderungen der ProQuote-Bewegung bekundet. ProQuote fordert, die Hälfte der Fördergelder und Regieaufträge an Frauen zu vergeben und bei allen Filmgewerken und Filmrollen eine 50/50-Verteilung qua gesetzlicher Regelung zu erzielen."
Unterschiedlich fallen die Einschätzungen dazu aus, ob es ein Regelwerk für das Verhalten bei Filmdrehs geben sollte. Natalia Wörner lehne dieses ab "..weil sie die künstlerische Freiheit in Gefahr sieht." ProQuote-Aktivistin und Schauspielerin Jasmin Tabatabei glaube dagegen, "dass ein Leitfaden, der benennt, was bei Castings verlangt und nicht verlangt werden kann, jungen Schauspielerinnen helfen könne."
Gelobt worden sei Michael Lehmann, Geschäftsführer von Studio Hamburg, dafür,  dass "er sein Haus freiwillig auf die Frauenquote verpflichten will. Er sei immer wieder erschüttert, über das Frauenbild in der eigenen Branche." Familienministerin Barley unterstützt Frauenquote in der Filmbranche

Berliner Zeitung: MeToo-Debatte Machtmissbrauch unter dem Deckmantel der künstlerischen Freiheit (frei zugänglich)

Variety: Berlin: Hanna Schygulla Backs Away from #MeToo, Recounts Being Slapped by Fassbinder
(frei zugänglich)

Zeit Online: Günter Rohrbach betont, dass die Filmbranche "weiblicher geworden" sei. "Als ich Anfang der sechziger Jahre beim WDR anfing, waren Frauen mit ganz wenigen Ausnahmen Sekretärinnen oder Ansagerinnen. Auch beim WDR-Fernsehspiel waren wir nur Jungs. Heute arbeiten dort fast ausschließlich Frauen. Die großen Filmförderinstitutionen werden heute alle von Frauen geleitet. Gerade ist der letzte Mann, Klaus Schäfer von der Bayerischen Filmförderung, abgetreten. Er wurde durch eine Frau ersetzt. Die ARD Degeto, wichtigste Institution, was das Geld für Filmproduktionen betrifft, wird von einer Frau geleitet." "Es gruselt mich"

(nicht frei zugänglich)

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