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Mindestlohn-Debatte: „Ein Praktikant ist keine volle Arbeitskraft“

8. Juli 2014
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Was bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag zum Thema „Kampf der Generation Praktikum“ herausgekommen ist, löse bei den betroffenen Unternehmen „wenig Begeisterung“ aus, schreiben Catrin Bialek, Chrlstoph Kapalschinski und Peter Thelen im Handelsblatt. Zwar habe sich die Koalition dazu entschlossen, neben Pflichtpraktika im Rahmen der Ausbildung nun auch studienbegleitende und berufsorientierende freiwillige Stages bei Unternehmen bis zu drei Monate vom Mindestlohn auszunehmen, doch das werde „nicht verhindern, dass in manchen Branchen künftig die Praktikumsplätze knapp werden dürften“.

Florian Haller, Chef der Münchener Werbeagenturgruppe Serviceplan, fürchte harte Konsequenzen, schreiben Bialek, Kapalschinski und Thelen weiter. Bei einem Monatsgehalt von 1 400 Euro könnten gerade mittelständische Unternehmen der Branche kaum mehr Praktikumsplätze anbieten, warne Haller: „Ein Praktikant ist keine volle Arbeitskraft, das soll er auch nicht sein.“ BBDO-Chef Frank Lotze sehe das ähnlich: „Viel wichtiger als ein Mindestlohn ist es für die Praktikanten, dass sie umfassende Einblicke in die Berufswelt von Agenturen erhalten und die Chance erhalten, bei Projekten mitzuarbeiten.“ Die dauerten aber nun mal oft länger als drei Monate. „Für den Nachwuchs könnte der Mindestlohn kontraproduktiv sein.“ Praktikum verzweifelt gesucht (Handelsblatt vom 4.7.2014, nicht online zugänglich)

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