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Presseschau

Polens Filmpolitik in der Regierungszeit der nationalistischen PIS-Partei

13. März 2019
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Im Gespräch mit dem Drehbuchautor Maciej Karpinski in der WELT beschreibt u.a. Themen, wie sich die seit drei Jahren regierende nationalistische PIS-Partei in Polen im Filmbereich zeige. Karpinski: „Die PIS hat die Vorstellung, dass nun Filme über die große polnische Geschichte gedreht werden sollten. Die Regierung wäre sogar bereit, solche Filme aus einem speziellen Topf zu fördern.“ Weiterhin äußert sich der Autor zu der 2017 plötzlich abgesetzten Chefin des Polnischen Filminstituts Magdalena Sroka: „Zunächst: Das Institut und die Filmförderung, die es managt, sind eine große Errungenschaft der Filmgemeinde. Damit wurde das polnische Kino praktisch unabhängig von der Regierung. Jeder, der mit Filmen Geschäfte macht – Verleiher, DVD-Hersteller, Sender – zahlt 2,5 Prozent der Einnahmen in den Topf.“ Und weiter: „Der Direktor dieses Instituts wird vom Kulturminister ernannt, aber auf Empfehlung eines unabhängigen Gremiums aus wichtigen Persönlichkeiten der Industrie. Aber solch eine selbständige Einrichtung mit so viel Geld entspricht nicht der Denke der PIS-Regierung – und so wurde die Direktorin, die schon sechs Jahre amtiert hatte, abgesetzt.“ Die Neubesetzung sei aber „respektabel“, so der Autor weiter. Das vollständige Gespräch finden Sie hier: „Junge Menschen sollen von Grund auf umerzogen werden“

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(alle frei zugänglich)

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