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Presseschau

Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite stehen..aber nicht alle ARD-Sender

6. Oktober 2017
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Die Medienjournalistin Ulrike Simon schreibt in ihrem immer donnerstags erscheinenden Spiegel Daily (paid content) Artikel: "Die Produzenten-Allianz habe sich mit den ARD-Anstalten eigentlich darauf einigen wollen, Produktionsfirmen investigativer Dokumentationen bei rechtlichen Problemen zur Seite zu stehen. Doch bisher hätten nur der NDR, der MDR und der Sender RBB zugestimmt.." Und weiter: "Die anderen sechs ARD-Intendanten haben sich dem verweigert."

Ulrike Simon habe daraufhin Einzel-Nachfragen bei den verweigernden Sendern durchgeführt und nachgefragt, warum sie Auftragsproduzenten im Zweifel alleine lassen, und ähnliche Antworten bekommen: Sie hätten alle auf die "gängige Praxis der Einzelfallvereinbarung" verwiesen.

Wilhelm schreibt, dass sich diese Haltung nicht "mit dem gerade dieser Tage zu Schau getragenen Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" vertrage der "beitragsfinanziert und somit wirtschaftlich unabhängig" sei. Den ganzen Artikel lesen Sie hier: Koalition der Willigen (Spiegel Daily/ nur bezahlter Zugang)

Nur NDR, MDR und RBB stehen Investigativ-Produzenten rechtlich bei.
(frei zugänglich auf turi2)
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(frei zugänglich)

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