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Presseschau

Produzenten-Allianz trauert um Bernd Burgemeister

24. Juni 2008
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Der plötzliche Tod von Bernd Burgemeister hat die deutschen Produzenten tief erschüttert. „Bernd Burgemeister war nicht nur ein herausragender Produzent und exponierter Vertreter unserer Branche, der überall große Anerkennung und Wohlwollen genoss, er war auch ein besonderer Mensch, mit stetem Engagement und Hilfsbereitschaft für andere. Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind. Wir trauern um einen Großen.

Unser Mitgefühl gilt der Familie. Unsere Gedanken sind auch bei seinen Mitarbeitern und Partnern“, sagte Alexander Thies für die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen.

Tiefe Bestürzung habe die Nachricht vom Tod des Münchener Filmproduzenten Bernd Burgemeister im ZDF ausgelöst, teilt der Sender mit. ZDF-Intendant Markus Schächter nannte Burgemeister „einen der herausragenden deutschen Film- und Fernsehproduzenten, der alle Facetten seines Berufes von der Pike auf gelernt hat und der mit dem ZDF und für das ZDF mehrere Jahrzehnte lang Fernsehgeschichte geschrieben hat. Sein Tod ist ein großer Verlust für den deutschen Film und das deutsche Fernsehen“.

ZDF-Programmdirektor Dr. Thomas Bellut sagte: „Bernd Burgemeister war für das ZDF ein wichtiger Partner als Vertreter der Produzenten, aber vor allem eine von mir sehr geschätzte Persönlichkeit in unserer langjährigen Zusammenarbeit, der wir zu großen Teilen den hohen Qualitätsstandard im deutschen Fernsehen zu verdanken haben.“

Hans Janke, der Fernsehspielchef des ZDF: „Bernd Burgemeister verband große Erfahrung und enorme Tatkraft mit unbeirrt scharfem Qualitätsbewusstsein, Standfestigkeit mit diplomatischem Geschick, Autorität mit Menschenfreundlichkeit – er war ein Produzent von Format und Bedeutung und ein sehr besonderer Mann. Er wird tatsächlich fehlen."

Zur Pressemitteilung des ZDF im Wortlaut: „ZDF-Intendant Markus Schächter zum Tod des Produzenten Bernd Burgemeister“ (frei zugänglich)

In der Frankfurter Allgemeinen schreibt Michael Seewald: „Bernd Burgemeister war ein Produzent, wie ihn man sich vorstellt. Eine Vaterfigur, freundlich, höflich, geradezu gütig in seinem Umgang, auch nach Jahrzehnten voll kindlicher Begeisterung für sein Metier, mit leuchtenden Augen konnte er von seinen Hauptdarstellern und Regisseuren sprechen. Seine Präsenz teilte sich unmittelbar mit, seine Genauigkeit im Umgang mit den Stoffen konnte man zugleich leicht erahnen. Unzählige Filme und Serien hat er für das deutsche Fernsehen gedreht. Und zugleich war er ein Macher im Hintergrund, ein Strippenzieher, der für die Belange der kleinen und der mittelständischen Produzenten in diesem Land stritt und der darunter litt, dass die kaufmännische Seite im Produktionsgeschäft die kreativen Entscheidungen zunehmend überlagert. Die deutsche Produzentenlandschaft verliert mit ihm einen der letzten großen unabhängigen Köpfe.“ – „Ein Produzent mit Hingabe und Haltung“ (frei zugänglich)

Hans Hoff schreibt in der Süddeutschen Zeitung: „Burgemeister engagierte sich vielfach und war maßgeblich daran beteiligt, dass Film- und Fernsehschaffende sich in der Allianz Deutscher Produzenten zusammenschlossen. Als Auftragsproduzent, der vornehmlich den öffentlich-rechtlichen Anstalten zulieferte, war er daran interessiert, dass die kleinen und mittleren Unternehmen neben den konzernabhängigen Produktionstöchtern bestehen können.“ – „Der Mann im Schatten“ (SZ vom 24.6.2008, Seite 19 – Medien)

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