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Presseschau

Produzentenallianz erfreut über neue Mitglieder

22. August 2008
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Das Interview mit Uli Aselmann, dem Vorsitzenden der Sektion Kino der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, aus Blickpunkt:Film 35/08 im Wortlaut:

Nachgefragt bei Uli Aselmann

Kinosektion erfreut über Neuzugänge

München – Die Produzentenallianz wächst: Seit Juni sind dem jungen Verband knapp zwei Dutzend Firmen beigetreten, die vor allem von der AG Spielfilm kamen.

Warum sind der Produzentenallianz in den vergangenen Wochen so viele Unternehmen beigetreten?
Insbesondere die Kinosektion kann sich über Neuzugänge freuen. Grund dafür ist die übermächtige Abstimmung der Mitglieder der AG Spielfilm, die sich dafür ausgesprochen hat, nachträglich mit der Allianz zu fusionieren. Im Verlauf der Verhandlungen zwischen AG Spielfilm und Allianz hat man das Prinzip „One Vote, One Company“ spezifiziert, so dass kleinere Produktionsfirmen wirklich keinen Nachteil gegenüber großen Unternehmen haben. Die aktive Mitarbeit kann jedes Unternehmen in der Allianz wahrnehmen. Das hat viele Kollegen, die im November vergangenen Jahres fast geschlossen in die AG Spielfilm eingetreten sind, dazu bewogen, jetzt in die Allianz zu wechseln. Seit dem Beschluss der AG-Spielfilm-Mitgliederversammlung im Juni haben sich rund 20 Firmen für die Allianz entschieden.

Die Allianz hat der AG also Zugeständnisse gemacht?
Es gab Wünsche der AG Spielfilm an die Allianz, zum Beispiel beim Vetorecht, das dann erweitert wurde.

Werden am Ende alle verbliebenen Mitglieder der AG Spielfilm zur Allianz wechseln?
Es sind nicht mehr viele Mitglieder in der AG. Der Vorstand der AG Spielfilm bleibt vorerst aktiv, damit wir die Fusion mit der Allianz ordentlich abwickeln können. Am 1. August wurde zwischen AG Spielfilm und Allianz vertraglich vereinbart, dass die Allianz mit der Liquidation der AG Spielfilm beauftragt ist. Details sind noch zu klären, etwa der Übertrag der Gesellschafteranteile German Films in die Allianz, wo es bedauerlicherweise noch Einwände anderer Gesellschafter gibt. Auch von dieser Entscheidung wird es abhängen, wie wir in Zukunft mit der AG Spielfilm umgehen werden.

Was steht als Nächstes auf der Agenda ?

Wir wollen zur FFG-Novelle noch einige Korrekturen bewirken. Die erhebliche Kürzung der Referenzmittel ist so ein Thema. Außerdem werden wir uns mit der Rechteentbündelung, den Onlineaktivitäten der Sender und der Finanzierung der Kinodigitalisierung noch auseinandersetzen.
ak

Aus: Blickpunkt:Film Nr. 35/08 vom 25. August 2008, S. 9 – Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Entertainment Media Verlags.

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