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Presseschau

SWR-Justiziar: “Rundfunkregulierung stammt aus dem vergangenen Jahrtausend”

17. Juli 2020
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Der scheidende Justiziar des Südwestrundfunks (SWR), Hermann Eicher, spricht sich für eine Flexibilisierung des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender aus. “Eine Rundfunkregulierung, die den Rundfunkanstalten statisch vorschreiben will, welchen Inhalt sie auf welchem Verbreitungsweg für welche Nutzergruppe bereithalten sollen, stammt wirklich aus dem vergangenen Jahrtausend”, sagte der 65-Jährige dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Stuttgart. Eicher kritisierte, dass bei der Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk die programmlichen Strukturen komplett außen vorgelassen worden seien. Es gebe inzwischen zwar einige Reformen. So stärke die ARD ihre Abrufangebote, indem sie sich auf die sogenannten Big Five – Mediathek, Audiothek, Kika, “sportschau.de” und “tagesschau.de” – konzentriere. “Aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird das Jahr 2030 ganz sicher nicht überzeugend mit 20 linearen Fernsehprogrammen erreichen”, sagte der SWR-Justiziar.

SWR-Justiziar: “Rundfunkregulierung aus dem vergangenen Jahrtausend”  in epd-Medien News am 13.07.2020

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