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Presseschau

TV- und Filmbranche: Viele Aufträge, kaum Nachwuchs

13. August 2019
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Im Artikel von Tillmann Gangloff spricht der Autor in Blickpunkt:Film von einem „bösen Erwachen“, denn Fachkräfte würden immer öfter Anbieter aus dem Streaming-Bereich bevorzugen und damit dem restlichen Markt nicht zur Verfügung stehen. „Früher hatten Produktionsfirmen 30 Tage Zeit um einen Fernsehfilm herzustellen. (…) Aber weil die Produktionskosten gestiegen sind, musste die Zahl auf 20 reduziert werden.“ Dies habe Verdichtungen von 70-Wochenstunden zur Folge gehabt, inklusive Wochenend- und Nachtarbeit, die allesamt eine enorme Belastung bedeuteten. Die Prognose von Insidern: Nicht mehr nur Autoren, Regisseure und Kameraleute sondern auch Fachleute anderer Gewerke wandern zu Netflix und Amazon ab. Dort gäbe es spannendere Projekte und bessere Arbeitsbedingungen. TV-Sender müssten laut einer Insiderin endlich reagieren und ihre Sparzwänge ablegen, andernfalls „werden sie mittelfristig aus dem fiktionalen und dokumentarischen Bereich gedrängt“. Zudem sollten Produzenten und Regisseure gegenüber den Sendern Stärke zeigen, was allerdings schwierig sei, denn: „Die Produktionsfirmen machen das alles mit, weil sie auf die Aufträge angewiesen sind“. Regisseure beklagten, dass Fernsehen in vielen Bereichen nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit funktioniere. Die Branche lebe seit Jahren von der „Leidensfähigkeit“ der Menschen, die für ihre Produkte brennen.

Titel: Fluch und Segen? Von Tillmann Gangloff in Blickpunkt:Film Ausgabe 33 von 12.08.2019 Seite 40-43 (nicht frei zugänglich)

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