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Presseschau

Ufa-Chef Nico Hofmann fordert Umdenken bei der Filmpolitik und äußert sich u.a. zu der Abwanderung von Talenten aus Hollywood zu Streamingdiensten

27. August 2018
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„..das Abwandern von Talenten von der Kino- in die Fernsehproduktion“ sei „nicht mehr zu übersehen“ äußert Ufa Chef Nico Hofmann im Interview im Handelsblatt. „Amazon und Netflix locken die besten Regisseure, Kameraleute und Schauspieler an. Der Serienboom der Streamingdienste garantiert den kreativen Kräften schließlich auf Jahre verlässliche Aufträge und Einnahmen. Das ist in Hollywood sehr viel wert.“
Die Hollywood-Studios selbst würden „immer stärker auf das Geld“ schauen, so seine Beobachtung. Auch sein Unternehmen die Ufa würde „vorsichtige Unternehmensstrategie“ bei der Kinoproduktion führen.
Zum Output der Kinofilmproduktion in Deutschland betont er, dass der kreative Nachwuchs nötig sei, aber insgesamt sieht er: „Wir haben zu viele Filme, viele der Kinoproduktionen passen besser ins Fernsehen oder auf Streamingdienste. Nicht jeder Film muss unbedingt ins Kino kommen.“

Sein Wunsch zur Förderung der Filmwirtschaft in Deutschland an die Politik: „Mein größter Wunsch ist, dass die Entscheider in der Politik begreifen, dass zwischen Kino, TV-Film und Serie keine Grenzen mehr sind.“ Hofmann fordert: „Die dauernde Aufspaltung zwischen Kino als Kultur und Fernsehen als Unterhaltung muss aufhören.“ Im Besonderen fordert er, dass die Politik: „..die Produzenten auch im High-End Bereich der internationalen Fernsehproduktion so unterstützen“ müsse „wie das in Italien oder Irland längst der Fall ist“ und er appelliert dazu an „das Gleichheitsprinzip im europäischen Wettbewerb.“  „Nicht jeder Film muss unbedingt ins Kino kommen“
(frei zugänglich)

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