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Presseschau

Zum prognostizierten Gewinneinbruch der Kinos | “Bislang ist noch keine einzige Übertragung in einem Kinosaal bekannt geworden”

21. Oktober 2020
Thema
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Kino

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Den Kinobetreibern droht für das Jahr 2020 eine erwartete Reduzierung des Gewinns vor Steuern von rund 300 bis 400 Mio. Euro im Vergleich zum Durchschnittsfall. Das ergibt sich aus einer Analyse der Auswirkungen von Covid-19 auf die Kosten und Einnahmen der Kinos der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag der Filmförderungsanstalt FFA. Der Untersuchung liegt die Annahme zugrunde, dass aufgrund der Abstandsregeln nur 20 Prozent der Sitzplätze genutzt werden können, wodurch insbesondere am Wochenende weniger Tickets verkauft als nachgefragt werden. Zudem haben die Verfasser zwei Szenarien bestimmt: In Szenario 2 gehen sie davon aus, dass im Verlauf des Jahres besonders attraktive Filmstarts weiter verschoben werden und es dadurch zu einem Besuchsaufkommen von nur noch 50 Prozent im Dezember kommt. Im Gegensatz dazu betrachtet Szenario 1 die Bedeutung von internationalen Blockbuster-Starts für den Kinomarkt: Würden diese, wie im Sommer geplant, nicht weiter verschoben, läge der Filmbesuch im Dezember bei 80 Prozent des Durchschnittsbesuchs. Beide Szenarien setzen allerdings voraus, dass es nicht erneut zu einer flächendeckenden Schließung der Kinos kommt.

Drastischer Gewinneinbruch bei den Kinos auf medienpolitik.net am 20.10.2020

Dazu auch:

Die AG Kino-Gilde fordert die Politik in Bund und Ländern auf, differenzierte Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen, anstatt “sichere Orte der Zusammenkunft abzustrafen”. Diverse Verschärfungen seien “nicht verhältnismäßig” – insbesondere nicht vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass noch kein einziges Kino weltweit mit einer Übertragung in Verbindung gebracht worden sei.

“Kinos stärken statt abstrafen”  von Marc Mensch auf Blickpunkt:Film am 20.10.2020

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