04.01.2018

Medienpolitische Erwartungen 2018

Medienpolitik.net bringt die Antworten von Produzentenallianz und anderer Medienverbände auf eine Umfrage zu den medienpolitischen Erwartungen 2018 auf Bundes-, Länder- und EU-Ebene. Für die Produzentenallianz antwortet Alexander Thies:

„Wir erwarten von einer neuen Bundesregierung, dass sie die im Frühjahr 2017 beschlossenen Mittel des DFFF dauerhaft im Bundeshaushalt sichert und für in Deutschland ausgeführte VFX- und Animationsarbeiten auch dann verfügbar macht, wenn die physischen Dreharbeiten nicht in Deutschland stattfinden. Darüber hinaus muss die Filmförderung des Bundes zu einem konsistenten, effektiven, verlässlichen und international wettbewerbsfähigen Förderinstrument auch für deutsche High-End-Dramen und hochwertige TV-Serien, Dokumentation und -Animationen weiterentwickelt und an internationale Standards angepasst werden, um die Konkurrenzfähigkeit auch des Filmstandorts Deutschland im weltweiten Wettbewerb herzustellen.

Von den Ländern erwarten wir, eine ausreichende Finanzierung des Programms von ARD und ZDF zu gewährleisten. Weitere Einschnitte würden zu deutlichen Qualitätsverlusten führen, die mit den berechtigten Erwartungen der Bürger an ein qualitativ hochstehendes Programm nicht zu vereinbaren wären. Weiter erwarten wir von den Ländern, sicherzustellen, dass die aus der unentgeltlichen Nutzung von Film- und Fernsehproduktionen in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken resultierenden wirtschaftlichen Nachteile der Produzenten, Urheber und Filmschaffende entweder durch entsprechend kürzere Verweildauern zumindest in Grenzen gehalten oder – z. B. durch einen Gewinnaufschlag – finanziell angemessen ausgeglichen werden.

Von der EU erwarten wir, das am 12. Dezember 2017 im Europäischen Parlament eindeutig ausgefallene Votum für die Beibehaltung des Territorialprinzips auch in den anstehenden Trilogverhandlungen zu respektieren.“ – „Für eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik“ (frei zugänglich)


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