I. Gesetzgebung, Politik und Interessenvertretung

Die Produzentenallianz (PA) hat im Bereich der Interessenvertretung zum Ziel, auch in 2019 als maßgeblicher und umfassender Produzentenverband der zentrale Ansprechpartner für Politik und Verwaltung zu sein. Die Präsenz der Produzentenallianz in Brüssel soll ausgebaut werden. Zudem werden verstärkt Nachwuchsproduzenten in die Verbandsarbeit integriert. Auch künftig wird die Produzentenallianz ihr Engagement in der für Rundfunk- und Medienfragen zuständigen Landespolitik aufrechterhalten. Der Kontakt zu öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie zu den privaten Sendern soll weiter ausgebaut werden, um deren Führungen für die Anliegen der deutschen Produktionswirtschaft zu sensibilisieren. Gleiches gilt für die KEF, die für die Finanzierungsfragen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von entscheidender Bedeutung ist.

 

Fachkräftemangel

Die Produzentenallianz wird sich dem Problem des wachsenden Fachkräftemangels noch intensiver annehmen. Ziel der Bemühungen ist, dass gerade in den praktischen Berufen der Filmherstellung weitere spezifische Ausbildungsmöglichkeiten entstehen. Zum einen werden die seit 2012 bestehenden Produktionsvolontariate der Produzentenallianz Initiative für Qualifikation (PAIQ), die den produzentischen Nachwuchs strukturiert ausbildet, weiter fortgeführt und ggf. bedarfsbezogen und regional erweitert. Zum anderen hat die Produzentenallianz zur Erarbeitung von möglichen weiteren (Pilot-) Konzepten Gespräche mit dem Bundesarbeitsministerium aufgenommen. Weiterhin steht der Verband mit den privaten Sendern und der Branche im engen Austausch, um gemeinsam und partnerschaftlich neue Ausbildungsprogramme gewerkespezifisch zu entwickeln und auf den Weg zu bringen.

 

Verwertungsgesellschaften

Im Jahr 2016 trat das neue Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) in Kraft, welches insbesondere hohe Transparenzanforderungen an die Verwertungsgesellschaften stellt. Auch wird Vereinigungen und Verbänden, die maßgebliche Rechteinhaber vertreten, ein Anspruch auf Teilhabe an den Mitgliederhauptversammlungen eingeräumt. Die Produzentenallianz gewährleistet, dass auch künftig ihr Einfluss bei der VFF mit einem Geschäftsanteil von 25% gewahrt wird. An der VGF hat die Produzentenallianz im Jahr 2017 einen kleinen Gesellschaftsanteil erworben und ist dort fortan auch als Gesellschafterin vertreten. Es wird geprüft inwiefern ein Zusammenschluss von Verwertungsgesellschaften sinnvoll und realisierbar sein könnte oder auf andere Weise Rationalisierungspotentiale gehoben werden können.

Die Produzentenallianz wird auch darauf achten, dass die Vergütungen der Produzenten im Rahmen der Verteilung der gesetzlichen Vergütungsansprüche angemessen bleiben und sich Filmverwertungsgesellschaften untereinander in Verteilungsfragen kooperativ verhalten.

 

Providerhaftung

Unseren intensiven Dialog mit der Politik werden wir fortsetzen, um eine Implementierung geeigneter und wirksamer Maßnahmen zur effektiven und nachhaltigen Eindämmung von Urheberrechtsverletzungen im Internet zu erwirken. Rechtsdurchsetzung wird weiter ein zentrales Thema unserer Arbeit sein. Dabei stehen solche Maßnahmen im Vordergrund, die sich gegen an Urheberrechtsverletzungen beteiligte Dritte wie insbesondere Host- und Zugangsprovider sowie professionelle Anbieter (Uploader/Betreiber illegaler Websites) richten. Nach der Verabschiedung der EU‑Urheberrechtsrichtlinie im Rat, voraussichtlich in einer Sitzung im April 2019, haben die Regierungen der Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationale Gesetze zu fassen. Die Produzentenallianz wird sich bei der Umsetzung der Richtlinie auf nationaler Ebene dafür einsetzen, dass die Regelungen so ausgestaltet werden, dass vor allem die großen Plattformen dazu bewegt werden, Lizenzen zu erwerben.

 

Digitale Agenda

Die Produzentenallianz wird sich in die Konkretisierung der schon von der letzten Bundesregierung vorgestellten Digitalen Agenda einbringen und gemeinsam mit den Partnern aus den anderen Branchen dafür eintreten, dass die Interessen der Content-Industrie ihrem Stellenwert entsprechend berücksichtigt werden. Der digitale Breitbandausbau ist entschieden voranzutreiben.

 

Wettbewerbsfähige Anreizsysteme

Die deutschen Förderinstrumente für audiovisuelle Produktionen sind in den letzten Jahren gegenüber dem europäischen Ausland (z.B. Great Britain, Frankreich, Italien, Irland, Belgien, Tschechische Republik, Ungarn) und internationalen Produktionsstandorten wie z.B. Kanada ins Hintertreffen geraten, wenig konsistent und zersplittert. Dadurch gehen der deutschen Produktionswirtschaft jedes Jahr viele Millionen an möglichem Umsatz verloren. Das erscheint auch haushaltsrechtlich wenig sinnvoll, da bereits wiederholt nachgewiesen wurde, dass durch jeden Euro, der eingesetzt wird, um ansonsten im Ausland stattfindende Produktionen nach Deutschland zu holen oder in Deutschland zu halten, ein Mehrfaches an Steuereinkommen erzielt werden kann. Das Förderinstrumentarium sollte, um international wettbewerbsfähig zu sein, im Volumen nicht begrenzt sein und für alle Formen des audiovisuellen Schaffens (Kinofilm, Event-TV-Produktionen und hochwertige international vermarktbare Serien, Animations-Produktionen und VFX) zur Verfügung stehen. Der Höhe nach sollte sich diese Förderung an dem orientieren, was heute in den europäischen Nachbarstaaten an Förderung gewährt wird. Die Voraussetzungen für einen erleichterten Zugang von VFX Dienstleistern zu diesen Förderungsinstrumenten sind zu schaffen. Als kurzfristige Maßnahme ist die Förderintensität aller automatischen Fördersysteme (DFFF und GMPF) auf 25% der in Deutschland getätigten Ausgaben anzuheben.

 

Regulierung auf EU-Ebene / Produzentenallianz-Präsenz in Brüssel

Die Produzentenallianz wird ihre Maßnahmen auf EU-Ebene zur Einwirkung auf Gesetzgebungs-verfahren durch Gespräche mit Vertretern der EU-Institutionen und Stellungnahmen intensivieren. Mit Blick auf die bevorstehende Europawahl (23.-26. Mai 2019) gilt es die Kontakte zu den (neuen) Abgeordneten sowie auf der Arbeitsebene auszubauen. Für eine höhere Präsenz der Produzentenallianz vor Ort in Brüssel werden geeignete Möglichkeiten für ein eigenes Büro der Produzentenallianz in Brüssel eruiert. Die Produzentenallianz wird die Entwicklungen der politischen und regulatorischen Prozesse auf EU-Ebene sehr genau beobachten und auch wiederum dezidiert Stellung nehmen.

 

Urhebervertragsrecht / EU‑Urheberrechtsrichtlinie / SatCab-Richtlinie für Online-Dienste

Das neue Urhebervertragsrecht wurde Ende Dezember 2016 verabschiedet. Folge des neuen Gesetzes wird es sein, dass den Verhandlungen von Gemeinsamen Vergütungsregeln und Tarifverträgen künftig noch größere Bedeutung zukommen wird. Insbesondere das Thema „Auskunftsanspruch nach § 32 d UrhG“ wird stärker in den Fokus rücken. Hier gilt es, Modelle zu finden, die den Bürokratieaufwand so gering wie möglich ausgestalten. Im Zuge der Umsetzung der voraussichtlich im April 2019 verabschiedeten EU‑Urheberrechtsrichtlinie wird es darum gehen, die im deutschen Urheberrecht bereits sehr stark ausgebauten Regelungen zur angemessenen Vergütung von Urhebern und Leistungsschutzberechtigten mit einem fundierten Verständnis für die Besonderheiten der verschiedenen Branchen der Medienindustrie an die Vorgaben der Richtlinie anzupassen. In den nächsten zwei Jahren ebenfalls in deutsches Recht umzusetzen, ist die SatCab-Richtlinie mit ihren abgestuften Regelungen zum Ursprungslandprinzip. Hier gilt es sicherzustellen, dass Auftrags- und Lizenzproduktionen weiterhin für territorial abgegrenzte Lizenzgebiete vergeben werden können. Eine erste Überprüfung der Geoblocking-Verordnung, die Ende 2018 in Kraft trat, wird die Kommission vrsl. im März 2020 vornehmen.

 

Steuerrecht und Besteuerungspraxis

Die Produzentenallianz wird sich für steuerliche Rahmenbedingungen einzusetzen, die Film- und Fernsehproduktionen nicht wirtschaftlich besonders erschweren oder unmöglich machen. Dazu gehört die Besteuerung bei internationalen Koproduktionen ebenso wie die Besteuerung von Sachleistungen an Show-Kandidaten oder Doku-Soap-Protagonisten.

 

Neuausrichtung der PA-Kommunikation

Die strategische Kommunikation der Produzentenallianz erfährt eine Neuausrichtung. Im Zuge dessen werden u. a. die Social-Media-Kanäle ausgebaut und der Außenauftritt und die Marke des Verbands weiterentwickelt. Die Forderungen und Erfolge des Verbands sollen damit optimal an die entsprechenden Zielgruppen kommuniziert werden und dadurch eine identitätsstiftende Wirkung fördern. Ein Rahmenkonzept soll perspektivisch die einzelnen Kommunikationsstränge der PA bündeln und ordnen, wodurch sich Synergieeffekte einstellen werden. Events werden kommunikativ begleitet und über entsprechende Kommunikationskanäle vor- und nachbereitet.

 

 

II. Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Verhältnis zu TV-Sendern

Bedarfsgerechte Ausstattung der Programmbudgets des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Die Produzentenallianz wird zur bedarfsgerechten Ausstattung der Programmbudgets bei der KEF und den Ministerpräsidenten der Länder für eine angemessene Erhöhung der Rundfunkgebühren ab 2021 werben. Die Produzentenallianz wird sich dafür einsetzen, dass die Mehreinnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gezielt in die Verbesserung der Qualität des Programmes investiert werden. Im Interesse von Kreativen und Produzenten wird die Produzentenallianz deutlich machen, dass das Einfrieren von Budgets der deutschen Film- und Fernsehproduktionswirtschaft nachhaltig schaden würde. Die Produzentenallianz steht einem alternativen Modell zur Bedarfsprüfung, das auch die Inflationsrate berücksichtigt, grundsätzlich offen gegenüber. Die Produzentenallianz wird sich dafür einsetzen, dass bei der Auftragsdefinition des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Bereich Unterhaltung gleichberechtigt zu den Bereichen Kultur, Bildung und Information bleibt.

 

Mediatheken-Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag

Die Produzentenallianz wird weiter dafür kämpfen, dass bei teilfinanzierten Auftragsproduktionen die in den jeweiligen Telemedienaufträgen festgelegten Verweildauern verkürzt werden, soweit die Mediatheken-Nutzung einer marktgerechten Auswertung der Produktionen entgegensteht. Dieses Ziel soll mit Hilfe von einer Protokollerklärung zum 22. RÄStV und sonstiger Unterstützung der Länder befördert werden. Nur soweit dies nicht möglich ist, sollten Modelle für eine angemessene und nutzungsabhängige Vergütung der Mediatheken-Rechte gefunden werden. Hierauf wird die Produzentenallianz bei der Evaluierung der Eckpunkte besonderes Augenmerk legen, um sicherzustellen, dass diese Rechte entweder dem Produzenten zur Verfügung stehen oder eine angemessene Vergütung im Falle eines Rechteerwerbs durch den Sender erfolgt. Bei Kino-Co-Produktionen werden wir uns dafür einsetzen, dass die Verweildauern in den Mediatheken nur in Abhängigkeit von der Höhe der finanziellen Beteiligungen der Sender bestimmt werden dürfen. Die Produzentenallianz wird sich weiter dafür einsetzen, dass die einzige gesetzliche Regelung zu den Mediatheken öffentlich-rechtlicher Fernsehveranstalter zugunsten der Produzenten in § 11d Abs. 2 RStV bestehen bleibt.

 

Schiedsstelle

Mittels einer im RStV verankerten Schiedsstelle sollen Streitigkeiten zwischen Sendern und Produzenten künftig auf Augenhöhe geregelt werden.

 

Werbeverbot

Nach wie vor stellt sich die Produzentenallianz im Sinne einer ordnungspolitisch transparenten und liberalen Wirtschaftsordnung entschieden gegen weitere Werbeverbote bzw. Werbeeinschränkungen zu Lasten der öffentlich-rechtlichen Sender.

 

III. Verhandlungen mit öffentlich-rechtlichen TV-Sendern

Eckpunkte mit den öffentlich-rechtlichen Sendern

Parallel zu den Bemühungen um eine Verbesserung der gesetzlichen Ausgangspositionen werden die Gespräche mit ARD und ZDF im Rahmen von Jahresgesprächen fortgesetzt. Der mit dem ARD-Jahresgespräch am 01. Dez. 2016 aufgenommene kursorische Austausch zu Anwendungsfragen der ARD-Eckpunkte 2.0 wird fortgesetzt. So sollen im Rahmen der Schlichtungsstelle neue Anwendungsregeln verabschiedet werden. Zudem werden dieses Jahr die vereinbarten Evaluationen der ARD-Eckpunkte und ZDF-Rahmenbedingungen durchgeführt werden. Die Evaluationen sollen auch klären, ob Bewegung in den Markt der Mitfinanzierung gekommen ist.

Die jährlich gemäß des Leistungsmodells der ARD-Eckpunkte prämierten Produktionsfirmen wurden in diesem Jahr am Rande der Berlinale am 14. Feb. 2019 von der ARD öffentlich verkündet und gewürdigt. Die Produzentenallianz wird den Prozess der Bepunktung für das Prämienmodell weiterhin eng begleiten sowie die Umsetzung durch die ARD im Rahmen der Gesamt-Evaluierung der Eckpunkte untersuchen.

 

Transparenz bei öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern

Nachdem 2013 die „Leitlinien für die Zusammenarbeit zwischen den ARD-Landesrundfunkanstalten und den Produzenten“ vereinbart werden konnten, folgte 2014 der Abschluss der „Eckpunkte für die Transparenz der Zusammenarbeit“ mit dem ZDF. Seit 2014 veröffentlichen die ARD übergreifend sowie teilweise auch einzelne Rundfunkanstalten Produzentenberichte mit Angaben zum Programmaufwand differenziert nach Produktionsart, Genre und wirtschaftlicher Verflechtung. Seitens des ZDF wurde bisher kein vergleichbarer Produzentenbericht veröffentlicht. Allerdings veröffentlicht das ZDF auf seiner Website den Beschaffungsaufwand für Auftrags- und Koproduktionen laut Programmleistungsplan 2018, in dem nach Genre und Produktionsart die Minutenpreise aufgeschlüsselt sind. Von beiden Sendern liegen keine Angaben über Eigenproduktionen vor. Die Produzentenallianz wird die Veröffentlichungen von ARD und ZDF für das Jahr 2018 auswerten.

 

Kino-Koproduktionen

Für Kino-Koproduktionen hatte die Produzentenallianz 2015 mit ARD und ZDF als Übergangsregelung neue Eckpunkte abgeschlossen. Diese stellten eine Verbesserung gegenüber den bisherigen Regelungen dar, blieben jedoch gleichwohl unbefriedigend, so dass wir sie zum Ende des Jahres 2016 gekündigt haben. In den letzten zwei Jahren haben verschiedene Verhandlungsrunden stattgefunden. Die Verhandlungen mit der ARD sind inzwischen soweit gediehen, dass der Abschluss aller Voraussicht nach im April 2019 erfolgt. Mit dem ZDF wird parallel ebenfalls noch dieses Jahr ein Abschluss angestrebt.  

 

Terms of Trade Kinder- und Animationsfilm

Im Jahr 2019 wird sich die Produzentenallianz weiterhin für eine Stärkung der Produktion von Kinder- und Animationsprogrammen in Deutschland einsetzen. Für die Produzentenallianz gilt es, ARD, ZDF, KiKA und private Sender zu einer Erhöhung der Mittelbereitstellung für Kino- und Fernseh-Koproduktionen und Lizenzeinkäufe von Produktionen, die unter Einbeziehung von deutschen Produzenten realisiert werden, zu bewegen. Der Kinder- und Animationsfilm muss weiterhin auch im Ersten Programm der ARD stattfinden. Koproduktionen sollen von den Sendern soweit als irgend möglich jeweils nur unter Einbeziehung auch eines deutschen Produzenten realisiert werden. Außerdem gilt es, organisatorische und verfahrenstechnische Verbesserungen im Verhältnis zu den Sendern zu erreichen. Wir unterstützen animation germany bei dem Bestreben, die Animationsbranche in Deutschland zum Fokusthema des Cartoon Forums 2020 in Toulouse zu machen.

 

Haftungsverteilung bei investigativen Formaten, Verbraucherinformationen, Produktbewertungen

Investigativer Journalismus ist eine wichtige Säule unseres Gemeinwesens und gewinnt auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – erfreulicherweise – an Bedeutung. Während in der Vergangenheit juristische Schritte der „Protagonisten“ eher selten waren, nehmen seit einiger Zeit Klagen bzw. die Androhung juristischer Schritte gegen Sender und Produzenten zu. Von den Sendern rbb, MDR und NDR wurde 2017 eine Selbstverpflichtungserklärung abgegeben, nach welcher diese Sender die Produzenten unter bestimmten Voraussetzungen von den Ansprüchen abgebildeter Protagonisten freistellen. Die Produzentenallianz hat diesen Schritt ausdrücklich begrüßt, hält es aber weiterhin für erforderlich, dass auch die anderen öffentlich-rechtlichen Sender eine entsprechende Erklärung abgeben.

 

IV. Gespräche mit privaten TV-Sendern

Die Sektion Entertainment hatte 2015 angeregt, Kamingespräche zu führen, um das gegenseitige Verständnis beider Seiten zu fördern. Die Produzentenallianz hat inzwischen zahlreiche Gespräche mit den privaten Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL zu Aspekten der Zusammenarbeit geführt, die 2019 fortgeführt werden. Auf der Agenda stehen Themen wie Kalkulationsrealismus / Vergütungsmodelle, Rechteverteilung / Format Fees, aktuelle und zukünftige Marktdynamiken, Optimierung der Abstimmungsprozesse sowie Nachwuchsförderung / Aus- und Weiterbildung. Bei beiden Sendergruppen besteht eine deutlich größere Offenheit als früher, partnerschaftlich neue Modelle und Prozesse anzuschieben und zu verwirklichen. Insbesondere bei der Nachwuchsförderung sind die gemeinsamen Interessen und der Wille der Zusammenarbeit groß. 2019 wird die Sektion Entertainment die Gespräche fortführen und intensivieren. In diversen Arbeitsgruppen jeweils bestehend aus Sender- und Produzentenvertreter(inne)n werden die diversen Themenfelder gesondert bearbeitet und vorangebracht.

 

V. Aufnahme von Gesprächen mit Streaming-Plattformen

Der Austausch mit Streaming-Plattformen soll aufgebaut werden, mit dem Ziel langfristig in einen strukturierten Gesprächsprozess zu gelangen. Dabei soll es insbesondere um Fragen der Auftragskonditionen gehen sowie um die von eigenen Plattformen betriebene (exklusive) Bindung von Talenten.

 

VI. Tarifverträge und Gemeinsame Vergütungsregeln und KSK

Gemeinsame Vergütungsregelungen ARD/BVR

Das Schlichtungsverfahren unter Leitung von Dr. Ole Jani zu gemeinsam getragenen Ergebnissen für gemeinsame Vergütungsregelungen mit dem Regieverband für fiktionale Produktionen der ARD wurde unter Beteiligung der Produzentenallianz schon seit Dezember 2017 durchgeführt. Nachdem der Schlichtungsvorschlag Dr. Ole Jani vom 11. Sept. 2018 vom BVR in einer Mitgliederversammlung abgelehnt wurde, haben ARD/Degeto erklärt den Schlichterspruch als Selbstverpflichtungserklärung umzusetzen, indem die Regelungen des Schlichterspruchs bei künftigen Verträgen zugrunde gelegt werden. ARD und Produzentenallianz bemühen sich aber weiterhin zum Abschluss einer GVR.

 

Gemeinsame Vergütungsregelungen VDD/ZDF/PA

Nachdem der VDD im Jahr 2015 die trilaterale Vergütungsregelung mit ZDF/Produzentenallianz gekündigt hat und über die Wirksamkeit dieser Kündigung Dissens bestand, wurden in 2017 die Verhandlungen über eine Neufassung der Vergütungsregelung für Autoren beim ZDF im fiktionalen und seriellen Bereich aufgenommen und 2018 fortgesetzt. Die Produzentenallianz achtet dabei wie in der Vergangenheit darauf, dass die gefundenen Vergütungen marktkonform sind und sich nur auf vollfinanzierte Auftragsproduktion bezieht. Für die teilfinanzierte Auftragsproduktionen müssen gesonderte Regelungen gelten. Die Verhandlungen im Bereich Auftragsproduktion befinden sich auf der letzten Verhandlungsstrecke, sodass ein erfolgreicher Abschluss für eine gemeinsame Vergütungsregelung in diesem Jahr möglich erscheint.

 

Tarifverhandlungen/Gemeinsame Vergütungsregeln

Die Verhandlungen mit dem VDD für die Bereiche Kino- wie auch Fernsehproduktion sollen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Dabei wird die Produzentenallianz darauf achten, dass die Interessen der Produktionswirtschaft ebenso wie die finanziellen Möglichkeiten Berücksichtigung finden.

Mit der „UrheberAllianz“, einem Zusammenschluss von drei weiteren Gewerken, wurden Sondierungsgespräche begonnen, die in Verhandlungen zum Abschluss einer GVR münden können.

 

Arbeits- und Sozialrecht (z.B. bei Statusfeststellung, KSK-Mitgliedschaft)

Die Produzentenallianz wird sich dafür einsetzen, dass im Arbeits- und Sozialrecht die Besonderheiten der Film- und Fernsehbranche stärker Berücksichtigung finden.

 

VII. Verbesserung der Filmförderung in Bund und Ländern

Novelle des FFG

In Abstimmung mit dem VDFP werden wir Vorschläge für eine bedarfsgerechte Novellierung des FFG unterbreiten und mit den anderen Marktteilnehmern und ihren Verbänden diskutieren. Das FFG muss sich angesichts begrenzter Mittel wieder auf seine ureigenste Aufgabe der Förderung deutscher Filme besinnen. Es kann nicht angehen, dass jeder, der in die FFA einzahlt, meint, ungefähr in gleicher Höhe wieder Auszahlungen der FFA für seine eigenen Zwecke zu erhalten. Vielmehr ist die beste Gewähr für den Erfolg auch der Verleiher, der Videoanbieter (physisch und online), der Kinos wie auch der Sender, wenn publikumswirksame, das Interesse der Zuschauer an einem Kinobesuch weckende Filme produziert werden. Hierzu müssen auskömmliche Budgets finanzierbar sein und für die Herstellung und den Vertrieb von Filmen Konditionen gelten, die es den Produzenten ermöglichen, sich mit Sorgfalt und der erforderlichen Zeit den zu realisierenden Filmen zu widmen, und gleichberechtigt mit der anderen Marktteilnehmern an einem Erfolg dieser Filme zu partizipieren.

 

Deutscher Filmförderfonds (DFFF) und German Motion Picture Fund (GMPF)

Immer deutlicher erweist sich, dass die Begrenzung der Mittel, die Kappungsgrenzen, die relativ geringe prozentuale Förderhöhe und die Planungsunsicherheit das ursprüngliche Erfolgsmodell des DFFF im internationalen Vergleich nicht mehr gut aussehen lassen. Die Bereitstellung von EUR 25 Mio. für einen DFFF II in 2017 war als ein erster Erfolg anzusehen. Für 2018 und 2019 wurden weitere EUR 50 Mio. für den DFFF II bereitgestellt. Seit 2018 wird der GMPF nun ebenfalls von der BKM verantwortet. Seine Mittel konnten auf EUR 15 Mio. angehoben werden. Die wechselseitige Deckungsfähigkeit der drei Fonds DFFF, DFFF II und GMPF ermöglicht zudem eine erhöhte Flexibilität. Als kurzfristige Maßnahme sollte die Förderintensität auf 25% von 100% der Produktionsausgaben in Deutschland erhöht werden und ein leichterer Zugang für deutsche Serienproduktionen und VFX-Dienstleister umgesetzt werden. Zusätzlich setzen wir uns für die Einführung eines Produktionsanreizsystems ein, mit dem eine konsistente Förderpolitik möglich würde, die Deutschland wieder als auch international bedeutenden Produktionsstandort etablieren könnte.

 

Stärkere Förderung der BKM für den kulturell bedeutsamen Kinofilm

Im Rahmen der Richtlinien des 2016 um EUR 15 Mio. erweiterten Fördertopfes des BKM ist für ein schlankes Vergabeverfahren Sorge zu tragen und Vorkehrung dafür zu treffen, dass keine falschen Gegensätze zwischen dem „künstlerisch wertvollen“ Film und Filmen, denen es gelingt, auch die vielfältigen Interessen des Publikums zu bedienen, aufgebaut werden.

 

Implementierung einer Förderung für High-End-Serien

Vor dem Hintergrund der Stärkung der europäischen Programmwirtschaft müssen Fördermaßnahmen implementiert werden, mit denen deutsche Themen in Serien aufbereitet werden können, die internationale Erfolgschancen genießen. Dabei sind zum einen insbesondere die jugendliche Zielgruppe und die digitalen Verbreitungsplattformen im Auge zu behalten

 

Verfahrenserleichterungen bei Mehrfachförderungen

Bei der Förderung von Produktionen durch mehrere Länder- und Bundesförderungen führt die Prüfung der Herstellungskosten durch verschiedene Förderer weiterhin zu einem erheblichen Zusatzaufwand. Hier wollen wir dafür sorgen, dass eine Konzentration auf eine Prüfung erfolgt und unterschiedliche inhaltliche Voraussetzungen/Standards beseitigt werden.

 

Länderförderungen

Die Produzentenallianz wird darauf hinwirken, dass die finanzielle Ausstattung der Fördereinrichtungen in den Ländern gesichert und maßvoll weiterentwickelt sowie bereits erfolgte Kürzungen revidiert werden. Die Förderregelungen in den einzelnen Ländern sollen weiter harmonisiert und administrative Hindernisse beseitigt werden. Zum Ausgleich bestehender Marktdefizite soll auch die gezielte Entwicklung neuer Förderprogramme unterstützt werden.

 

Public-Value-Förderkonzept

Die Produzentenallianz strebt die Etablierung von Public-Value-Förderung aus Beitragsmitteln an, die ausschließlich der Produktionswirtschaft zu Gute kommt. Gefördert werden sollen Programmangebote, die über Vielfaltsgesichtspunkte das System der Drittsendezeit im Rundfunkstaatsvertrag fortentwickeln.

 

VIII. Forschung

Zur regelmäßigen Forschung gehören die jährliche Herbstumfrage unter den Mitgliedern, Kino- und TV-Programmanalysen, die Evaluation von Eckpunktevereinbarungen, die Beratung der Mitglieder und die individuelle Bereitstellung von Informationen und Dokumenten sowie die kontinuierliche Begleitung der Senderverhandlungen und des Lobbyings bei Gesetzesnovellierungen durch die Lieferung von Daten, Fakten und Expertise. Neben der verbandsinternen Forschung werden auch 2019 drittmittelfinanzierte Studien erstellt. Als zentrales Studienprojekt ist die Durchführung der Games-Studie 2018/19 geplant, die die Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 fortführt und aktualisiert. Diverse weitere mittlere Forschungsprojekte befinden sich im Akquisestadium. Die Forschung wird durch den Wissenschaftlichen Direktor der Produzentenallianz und sein Team in Kooperation mit der Hamburg Media School (HMS) im Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion (FoKo) durchgeführt.

 

IX. Interne Fortbildung und Informationsaustausch, PAIQ Produzentenallianz Initiative für Qualifikation / Ausbildung und Nachwuchsförderung

Durch informative Veranstaltungen und Workshops zu aktuellen, praktisch hochrelevanten Themen (z.B. Unständigkeit, Statusfeststellung, Unfallschutz, Besteuerung von Koproduktionen, usw.) sollen auch im Jahr 2019 Mehrwerte für unsere Mitglieder generiert werden. Wie in der Vergangenheit wird sich die PAIQ an der Entwicklung, Organisation und Umsetzung interner Workshops für die Mitglieder der Produzentenallianz beteiligen.

Weit über 200 Teilnehmer(innen) haben seit Gründung der PAIQ das Produktionsvolontariat erfolgreich absolviert. Die erfolgreichen Volontariate E!Volo in Köln und AV!Volo an den Standorten München und Berlin werden 2019 im sechsten bzw. vierten Jahrgang fortgeführt. Während das Volontariat für Audiovisuelle Produktion genreübergreifende Kenntnisse und Fertigkeiten für die Produktion von Programmen für Fernsehen, Kino und Werbung vermittelt, ist das Entertainment-Volontariat speziell auf die Produktion non-fiktionaler TV-Unterhaltungsprogramme zugeschnitten. Konzipiert, organisiert und durchgeführt werden die Volontariatsprogramme von der PAIQ Produzentenallianz Initiative für Qualifikation UG, die als Tochterunternehmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen gegründet worden ist.

Die PAIQ plant mittelfristig ihr bestehendes Angebot hinsichtlich Teilnehmerzahlen und Turnus zu stabilisieren und ihr Ausbildungsportfolio um weitere Programme zu erweitern. Es sollen Gespräche mit entsprechenden Fachleuten im Rahmen der Konzeptionierungsphase stattfinden sowie eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. Die Anregung der Sektion Entertainment, über die bestehenden Hospitationskooperationen hinaus, Aus- und Fortbildungsinitiativen mit den TV-Sendern zu etablieren nehmen konkretere Formen an. Für ausgewählte Gewerke wurden bereits konkrete Ausbildungsprogramme konzeptioniert, die 2019 in Abstimmung mit Produzenten und Sendern bis zur Marktreife ausentwickelt werden sollen. Ein weiterer Fokus soll im Bereich PR und Marketing liegen sowie in dem verstärkten Netzwerkaufbau, z.B. in Form eines Alumni-Netzwerks. Außerdem soll in diesem Zusammenhang 2019/20 eine Kommunikationsstrategie entwickelt und umgesetzt werden – ein zentraler Baustein für das mittel- bis langfristige Ziel, die Sichtbarmachung der PAIQ und ihrer Angebote zu erhöhen, um so die Teilnehmerzahlen zu stabilisieren bzw. zu steigern.

 

X. Carl Laemmle Produzentenpreis

Mit den ersten drei gelungenen Verleihungen des Carl Laemmle Produzentenpreises 2017-2019 ist eine aussichtsreiche Basis für die weitere Etablierung dieses neuen großen Produzentenpreises geschaffen. Über 450 geladene Gäste aus Film, Kultur und Wirtschaft nahmen jeweils an der jährlichen Preisverleihung Mitte März in Carl Laemmles Geburtsstadt Laupheim teil. Auch die bundesweite Berichterstattung zu den Verleihungen spricht für sich. Zum Auftakt im Jahr 2017 wurde Roland Emmerich mit dem ersten Carl Laemmle Produzentenpreis ausgezeichnet, gefolgt im zweiten Jahr von Regina Ziegler. Im selben Jahr wurde Artur Brauner anlässlich seines 100. Geburtstags mit dem Sonderpreis der Jury – dem Carl Laemmle Ehrenpreis – geehrt. Im Jahr 2019 nahm Stefan Arndt die „Laemmle“-Skulptur für sein bisheriges Lebenswerk entgegen. Durch den erstmalig in 2019 vor die Preisverleihung vorangestellten Degeto-Produzentendialog ist es zudem gelungen, einen zusätzlichen fachlichen Mehrwert für die teilnehmenden Produzentinnen und Produzenten zu schaffen. Zur weiteren Verstetigung des Carl Laemmle Produzentenpreises gilt es das gemeinsame Gesellschaftsmodell hierzu von Produzentenallianz und Stadt Laupheim mit langfristiger Perspektive weiterzuentwickeln. Zudem ist in diesem Jahr turnusgemäß die neue Jury paritätisch von Produzentenallianz und Stadt Laupheim für eine Amtszeit von drei Jahren zu benennen. Ziel des Carl Laemmle Produzentenpreises ist es durch die jährliche feierliche Ehrung einer herausragenden Produzentenpersönlichkeit und auch generell die besondere Leistung der Produzentinnen und Produzenten im kreativen und wirtschaftlichen Prozess des Filmschaffens in besonderer Weise herauszustellen.

 

XI. Produzentenallianz Services / Mitgliederservice

Als Tochtergesellschaft der Produzentenallianz bietet die Produzentenallianz Services GmbH (PSG) auch 2019 wieder Beratungsleistungen, Projekt- und Veranstaltungsmanagement sowie Empfehlungen für produktionsrelevante Dienstleistungen an. Hierzu gehören verbesserte Serviceleistungen und Sonderkonditionen beispielsweise bei Travelmanagement, Filmservices, Festivals und Events sowie vielen weiteren Dienstleistungen, Konsum- und Produktionsgütern. Die Kommunikation mittels des Servicetickers sowie die Servicepartnerschaften fanden auch in 2018 eine hohe Resonanz und sollen daher weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus begleitet die Produzentenallianz Services weiterhin organisatorisch und beratend die Veranstaltungen der Produzentenallianz und setzt zudem eigene Workshops und Veranstaltungen um. Weiterhin übernimmt die Produzentenallianz Services die Konzeption und Produktion von Drittveranstaltungen von Preisverleihungen bis hin zu Jubiläumsfeiern. Mit dem Freundeskreis der Produzentenallianz Services bietet sich interessierten Firmen und Privatpersonen die Möglichkeit, sich mit der Film- und Fernsehbranche Deutschlands zu vernetzen. Aufgrund der steigenden Beliebtheit dieses exklusiven Kreises wird es auch 2019 wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen wie beispielsweise Premieren, Vortragsreihen und exklusive Events für die Freunde der Produzentenallianz geben.

 

XII. Werbefilmproduktion

Deutsche Werbefilmakademie: Deutscher Werbefilmpreis und Förderpreis

Die Sektion Werbung wird auch in 2019 den DWP und Förderpreis mit angepassten Reglements durchführen. Das Speedrecruiting geht ebenfalls in die nächste Runde. Die DWA wird erstmalig eine Mitgliederversammlung der „Berufenen Mitglieder“ abhalten, in der das Jurierungs- und Nominierungssystem sowie die ehrenamtliche Mitarbeit der Jury analysiert werden soll.

 

Auslands-Buy out – §50a) EStG / KSK / „Unständig Beschäftigte“

Bereits in 2018 wurden umfangreiche Gespräche geführt, Sachverhalte bei den Mitgliedern gesammelt und Fallgestaltungen analysiert. Diese steuerrechtlichen Themen der Mitglieder der Sektion stehen auch 2019 ganz oben auf der Agenda.

 

Handbuch „Werbefilme produzieren“

Die Überarbeitung des 1999 erschienenen Handbuches „Werbefilme produzieren“ befindet sich kurz vor ihrer Fertigstellung. Grund für die Verzögerung im Zeitplan waren Abstimmungsprozesse mit den Verbänden GWA und OWM, deren „Siegel“ wir nun haben. Wir rechnen damit, das neue Handbuch im Sommer 2019 zu veröffentlichen, genau 20 Jahre nach Erscheinen der Originalausgabe.

 

Produzenten-Stammtisch

Auch in 2019 tourt dieses neue Format weiter durch Deutschland.  Der rege Austausch mit- und untereinander liefert dem Verband wertvolle Einsichten für die Optimierung und Fokussierung seiner Aufgaben und gibt den Mitgliedern die Möglichkeit, sich fachlich auszutauschen.

 

Seminare

Im November 2018 wurde die Seminarreihe „Werbefilm verstehen“, eine zweitägige, kostenlose Infoveranstaltung über das A-Z des Produzierens von Werbefilmen, in Kooperation zwischen der Sektion und der Deutschen Werbefilmakademie ins Leben gerufen. Das erfolgreich besuchte Seminar richtete sich an Berater aus Agenturen, sowie Marketingleiter und Einkäufer der Kundenseite. Es ist geplant in 2019 mit zwei Terminen in Fortsetzung zu gehen.

 

XIII. Sektion Animation

Generell sollte die Förderung von VFX Arbeiten mit dem Realfilm-Dreh unter dem Stichwort „Digitaler Dreh“ gleichgestellt werden. Gerade in diesem Bereich ist eine wirksame Förderung essenziell, um die vielen, in Deutschland gut ausgebildeten Talente im Land halten zu können. Bei der Anpassung der Richtlinien des DFFF2 und des GMPF sollen praxisrelevante Änderungen für Animation und VFX angestrengt werden. Mit der ARD sollen im Rahmen eines weiteren Werkstattgesprächs die Animationsproduzenten besonders betreffende Themen diskutiert und Lösungen gefunden werden.

Das jährlich veranstaltete Animated Dinner, das erstmals im Frühjahr 2014 zum Animation Production Day in Stuttgart stattgefunden hat und zu dem die Mitglieder der Sektion und ausgewählte Vertreter von Sendern und VoD Anbietern zum Gedankenaustausch im kleinen Kreis eingeladen waren, soll auch in 2019, diesmal am Vorabend des Produzentenfests in Berlin stattfinden.

Für das Cartoon Forum im September in Toulouse planen wir eine weitere Veranstaltung unter dem Titel „European Alliances“ diesmal mit dem Schwerpunkt Frankreich.

Mit der im Jahr 2017 gegründeten Gesellschaft animation germany, getragen von den Gesellschaftern Produzentenallianz (74,9%) und VTFF (25,1%) sowie mit Unterstützung zahlreicher Förderungen, soll insbesondere international Aufmerksamkeit für Unternehmen am Standort Deutschland geschaffen werde. Mit Fachkonferenzen und Messepräsenzen, der zentralen Website animationgermany.de, regelmäßigen Newslettern und Social-Media-Aktivitäten ergänzt Animation Germany die Aktivitäten der Produzentenallianz und zielt dabei speziell auf den internationalen Teil der Geschäftsaktivitäten von Animation und VFX ab. Dieses Jahr ist folgendes Programm geplant:

09.02.2019      Berlinale Industry Topic ‚VFX made in Germany‘ (Conference)
01.-04.04.’19   Bologna Children’s Book Fair (Industry-Promotion)
02.05.2019      APDs Networking Break at the Conference Day (Event)
11.06.2019      German Reception at Festival d’Annecy (Event)
10.-15.06.’19   Marché international du film d’animation d’Annecy (Industry-Promotion)
01.07.2019      Filmfest München Industry Topic ‚tbd‘ (Conference)
16.09.2019      Coproduction in Animation -TEDS at Cartoon Form (Conference)
13.10.2019      Executive Dinner at MIPCOM (Focus Platforms) tbd (Event)

Für 2020/2021 plant animation germany eine Veranstaltung SPOTLIGHT GERMANY, die auf einem der beiden auf Animation ausgerichteten Koproduktionsmärkten von CARTOON durchgeführt werden soll.