Gemeinsame Stellungnahme des Verbands der Filmverleiher (VdF), des Hauptverbands der Filmtheater (HDF Kino), des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) und der Produzentenallianz zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes

„Dem Solidaritätsgedanken eine neue Basis schaffen“

Berlin, 5. März 2012 – Die vier für Produktion und Verwertung deutscher Kinofilme maßgeblichen Verbände der deutschen Filmwirtschaft haben eine gemeinsame Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) abgegeben. Mit ihren substanziellen und pragmatischen Vorschlägen wollen der Verband der Filmverleiher (VdF), der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino), der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) und die Produzentenallianz gemeinsam die Zukunft der Filmförderung auf der Grundlage des FFG sichern, die Strukturen der FFA verschlanken und die Produktions- und Verleihförderung wieder stärker in den Mittelpunkt der Fördertätigkeit der FFA rücken.  

„Die erhoffte Beruhigung ist auch nach dem Urteil des Bundesverwaltungs­gerichts Leipzig, das im Februar 2011 die Verfassungskonformität des Filmförderungsgesetzes festgestellt hat, nicht eingetreten, der Ausschluss der Förderung der Digitalisierung der Marktkinos wird vielmehr erneut mit verfassungsrechtlichen Argumenten angegriffen“, stellt Uli Aselmann, Vorsitzender der Kinosektion der Produzentenallianz, klar und betont: „Ziel der gemeinsamen Stellungnahme war es deshalb, die Auseinan­dersetzungen der Vergangenheit zu überwinden und das FFG zukunfts­fähig zu machen.“

„Unsere gemeinsamen Vorschläge für eine FFG-Novellierung, die auch vom HDF getragen werden, sollen angesichts der wachsenden Gefährdung dieses unverzichtbaren Finanzierungsinstruments für unsere Filme zu einer Befriedung beitragen“, erläutert Dr. Thomas Negele, Vorstand des HDF Kino.

„Wir wollen mit der Novellierung dem Solidaritätsgedanken, der dem FFG zugrunde liegen sollte, eine erneute Basis schaffen. Nur so kann es nach Überzeugung unserer vier Verbände gelingen, das FFG für einen weiteren Fünfjahreszeitraum abzusichern“, ergänzt Joachim A. Birr, Ge­schäfts­führender Vorstand des BVV.

Nach gemeinsamen Vorschlägen von VdF, HDF Kino, BVV und Produzentenallianz sollen die Beiträge, die die Filmtheater, die Videowirtschaft und die Fernsehsender in die FFA einbezahlen, der Höhe nach angeglichen werden. Zusätzlich wird ein entsprechender Beitrag von den Telekommunikationsunternehmen erwartet, die ihre Angebote wesentlich auch mit der Bereitstellung audiovisueller Werke vermarkten.

„Außerdem wollen wir eine Konzentration der Fördertätigkeit der FFA auf die wichtigsten Förderbereiche“, erklärt Johannes Klingsporn, Ge­schäftsführer des VdF: „Im Mittelpunkt steht neben der Pro­duk­tions­förderung auch eine stärkere Verleihförderung, die dazu beitragen soll, dem deutschen Kinofilm auch weiterhin zu der erforderlichen Präsenz in den Kinos zu verhelfen.“

Zum Download: Gemeinsame Stellungnahme des Verbands der Filmverleiher (VdF), des Hauptverbands der Filmtheater HDF), des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) und der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen zur Novelle des FFG 2014–2018

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