15.12.2014

ARD-Pensionen: „Anstieg bei den Luxus-Versorgten verhindern“

Die wachsenden Kosten für die Altersversorgung bei den Öffentlich-Rechtlichen sorgten kurz vor der nächsten Tarifrunde für Streit unter den Sendern, berichtet der Spiegel. Bisher seien die Altersbezüge im selben Maß wie die Gehälter der Mitarbeiter gestiegen, zuletzt um fast drei Prozent jährlich. Der Verwaltungsratschef der Deutschen Welle, Peter Clever, habe im Frühjahr den Vorsitzenden der ARD-Finanzkommission, Albrecht Frenzel, gebeten, auszurechnen, „wie viel die ARD-Sender in 15 bis 20 Jahren für Pensionen ausgeben müssten, wenn der Anstieg bei einem oder zwei Prozent gedeckelt würde“. Frenzel habe ihm mitgeteilt, die Zahlen lägen in den ARD-Anstalten nicht vor und müssten erst von einem Versicherungsmathematiker erhoben werden. Immerhin habe die ARD-Finanzkommission berechnet, dass der Rückstellungsbedarf aller ARD-Sender für Pensionen bei einer Deckelung bei einem Prozent um 690 Millionen Euro sinken würde. „Es geht nicht darum, Pensionen zu kürzen, sondern darum, einen Anstieg bei den ohnehin Luxus-Versorgten zu verhindern, der öffentlich nicht zu rechtfertigen ist“, zitiert der Spiegel Peter Clever: Kontroverse um Pensionszahlungen (Spiegel 51, 15.12.2014, S. 141 – Medien)


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