20.03.2017

Carl-Laemmle-Produzentenpreis: „Für einen Abend liegt Hollywood in Laupheim“

„Einen so berühmten Filmproduzenten begrüßt Laupheim wohl nicht alle Tage“: Roland Emmerich habe in der Stadt den ersten Carl Laemmle Produzentenpreis entgegen genommen, meldet die Stuttgarter Zeitung. Deer Hollywood-Star habe sich dabei ganz bescheiden gegeben und Mutter, Schwester und seinen zukünftigen Mann gegrüßt: Roland Emmerich erhält Carl Laemmle Preis (frei zugänglich)

„Hollywood trifft Oberschwaben“: Der Carl Laemmle-Produzentenpreis der Allianz Deutscher Produzenten, mit dem Roland Emmerich geehrt wurde, sei zum ersten Mal verliehen worden und mit 40.000 Euro dotiert, berichtet der Südkurier. Emmerich werde damit für sein Lebenswerk geehrt. Der Name Laemmle sei ihm bereits bei seinem Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film begegnet, habe Emmerich im Vorfeld der Preisverleihung gesagt: „Er war für mich immer ein Vorbild.“ – Regisseur Roland Emmerich erhält in Laupheim Carl-Laemmle-Preis (frei zugänglich)

Was Rang und Namen hat in der deutschen Filmwirtschaft, sei am Freitag in die Große Kreisstadt geströmt, schreibt Roland Ray in der Schwäbischen Zeitung. Der Gala-Abend habe einen „Hauch von Hollywood“ nach Laupheim gebracht: „Dunkle Limousinen fahren vor, denen Stars wie Veronica Ferres, Jürgen Prochnow, Jutta Speidel und Sonja Kirchberger entsteigen. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen schreiten sie über den roten Teppich, lächeln hier, posieren dort. Knapp 500 Gäste sind geladen, mehr fasst das Kulturhaus bei einer Veranstaltung dieses Zuschnitts nicht. Ein Mehrfaches an Tickets hätten die Organisatoren locker losbekommen.“

Oberbürgermeister Rainer Kapellen habe in seiner Begrüßung an Carl Laemmle erinnert, der seit 1906 mutig in die Zukunftsindustrie der bewegten Bilder investiert und größer als die Konkurrenz gedacht habe, so Ray weiter. Laemmle sei gleichwohl mehr als Hollywood, habe Kapellen betont und auf die wohltätige Unterstützung der alten Heimat und Laemmles humanitäres Engagement für von den Nazis verfolgte jüdische Deutsche verwiesen. Mitmenschlichkeit und das Einstehen für Arme und Schutzbedürftige seien auch heute, in Zeiten von Einreiseverboten und Mauerbau, eine Notwendigkeit, habe Kapellen „unverhohlen politisch“ betont: Für einen Abend liegt Hollywood in Laupheim (frei zugänglich)

„Wenn der Hollywood-Sternenkreuzer Roland Emmerich in einer schwäbischen Kleinstadt landet, um einen Preis entgegenzunehmen, muss alles perfekt sein, Hollywood-Niveau halt. Auch wenn es nur Schwaben ist. Oder gerade deshalb?“, schreibt Hannes Vollmuth in der Süddeutschen Zeitung. Am Ende der Gala, „eine glitzernde Supershow“, erscheine auf der Leinwand der Name Roland Emmerich und „Laupheim schwebt einen guten Meter über dem Boden. Alle klatschen, springen auf, bis Emmerich auf die Bühne kommt: ‚Jetzt setzen sich erst mal alle wieder hin und beruhigen sich‘, sagt er. Es folgen Dankesworte, ein paar Anekdoten und die Ankündigung, seinen Lebensgefährten, der auch im Publikum sitzt, in diesem Sommer zu heiraten. Ein Laupheimer Geschichtsmoment. Wenn es einem Ort nicht an Bodenhaftung mangelt, fehlt es ihm oft an Grandezza. Für einen Moment gibt es hier wirklich beides.“ – „Isch der Emmerich da drin?“ (frei zugänglich, SZ vom 20.3.2017, S. 8 – Panorama)

Im großen Interview mit den Stuttgarter Nachrichten blickt Roland Emmerich auf seine Karriere, auf Laemmle, den Schwaben, der einst Hollywood gegründet hat, und auf die USA unter Trump: „Die USA sind ein Land der Diebe“ (frei zugänglich)

Weitere Informationen auf den Seiten des Carl-Laemmle-Produzentenpreises (frei zugänglich)


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