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Presseschau

Ist Netflix und Co. wirklich an der Kinomisere Schuld?

15. April 2019
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Bei der Auswertung der Kinostatistiken von 2018 kommt der Tagesspiegel zu dem Ergebnis, dass der Vorwurf Netflix und Co. seien Mitschuld an den miesen Zahlen, nicht ohne Weiteres stehen bleiben kann. Vielmehr sei es so, dass viele, die zu Hause streamen, auch ins Kino gehen, nämlich 69 Prozent.

Titel: Wer streamt, geht mehr ins Kino von Christiane Peitz auf www.tagesspiegel.de vom 12.04.2019 (frei zugänglich)

Ähnliche Ausführung macht auch Ralf Bögner in filmecho/filmwoche. So „beeinflussen die SVoD-Nutzer auch immer mehr die Besucherstruktur eines Filmtheaters. Ihr Anteil erhöhte sich von 2017 auf 2018 nämlich von 23 auf 28 Prozent.“ So werde an den Zahlen deutlich, dass VoD-Nutzer zwar nicht mehr so oft, aber nach wie vor ins Kino gehen. Der Hauptgrund für die schlechten Zahlen 2018 müsse also woanders gesucht werden.

Titel: Insgesamt schwierige Rahmenbedingungen von Ralf Bögner in filmecho | filmwoche Nr. 15 vom 12.04.2019, S. 10

Auf zeit.de geht auch Oliver Kaever der Frage nach, ob Netflix das Kino umbringe. Bei der Diskussion, ob Netflixfilme nun Kino oder Fernsehproduktionen seien (und entsprechend Auszeichnungen für Kinofilme überhaupt erhalten dürften) gehe es „in der Diskussion gar nicht um Filmkunst. Sondern um die Frage der wirtschaftlichen Auswertung. Und damit ums Ganze.“ Die sofortige Verfügbarkeit seiner Inhalte ist dem Netflix Konzern zwar heilig. Dennoch gäbe es erste Anzeichen, dass „Netflix den Zeitraum von mindestens vier Wochen, in denen ein Film exklusiv nur in Kinos zu sehen sein soll, bevor er auf der Plattform starte“, möglicherweise in Einzelfällen in Kauf nehmen könnte. So stellt der Autor die Frage „ob das erste Zeichen sind für eine friedliche, womöglich fruchtbare Koexistenz von Streaming und Kino?“

Titel: Bringt Netflix wirklich das Kino um? Von Oliver Kaever auf www.zeit.de am 13.04.2019 (frei zugänglich)

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