Springe zum Inhalt
Presseschau

Streaming 2: Chef von Constantin über Kinomarkt und Streaminganbieter

22. Oktober 2019
Thema
Kontakt

Geschäftsstelle Berlin
T 030 20670880
E-Mail

Im Interview mit der WELT vergleicht Martin Moszkowicz die aktuellen Entwicklungen in der Branche mit einem der größten Umbrüche der Filmindustrie seit „der Erfindung des Tonfilms Anfang der 30er-Jahre“. Seit den 30er-Jahren habe es kein Studio gegeben, „das den weltweiten Kinounterhaltungsmarkt so dominiert hat wie Disney momentan mit knapp 40 Prozent Marktanteil“. Die weitreichendste „Local-Language-Strategie“ habe bisher Netflix, Moszkowicz geht aber davon aus, dass andere Anbieter hier aufholen wollen. Constantin produziert auch für Netflix. Hinsichtlich der Konditionen mit dem Streaming-Anbieter erklärt Moszkowicz: „Netflix will bei Originals grundsätzlich alle Rechte haben und gesteht dem Produzenten dafür einen Aufschlag zwischen zehn und 20 Prozent auf die Produktionskosten zu. Darüber hinaus hat man im Regelfall gar nichts mehr in der Hand. Alles gehört der Plattform (…). Das ist unspaßig.“ In Amerika würden die Agenten inzwischen einen Aufschlag für ihre Künstler verlangen, wenn sie bei einem Streamer drehen, „denn sie haben ja keine Chance mehr auf Gewinnbeteiligung.“ Zudem zahlten die deutschen Sender „immer noch das Doppelte oder Dreifache an Lizenzpreisen für amerikanische Produkte wie für gleich erfolgreiche deutsche“. Dies sei nicht hinnehmbar. Es liege an den Produzenten und an den Rahmenbedingungen der Politik, hier von Anfang an unternehmerische Modelle der Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Titel: „Und wir gucken mit offenem Munde zu“ von Hanns-Georg Rodek auf welt.de am 22.10.2019

Scroll