Springe zum Inhalt
Update

Infoblatt 16 zu Corona: Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche der Bundes- und Länderförderer

1. April 2020
Thema
Kontakt

Geschäftsstelle Berlin
T 030 20670880
E-Mail

Liebe Mitglieder,

die Länderförderer, die Filmförderungsanstalt und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) haben am 27.03.2020 ein gemeinsames Hilfsprogramm mit Maßnahmen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino bekanntgegeben, das nun zügig umgesetzt werden soll.

Das gemeinsam von FFF Bayern, FFHSH, Film- und Medienstiftung NRW, HessenFilm, Medienboard, MFG Baden-Württemberg, MDM, nordmedia sowie der FFA und der BKM getragene Hilfsprogramm umfasst ein Gesamtvolumen von 15 Mio. Euro und bezieht sich auf „von verschiedenen Fördereinrichtungen gemeinsam geförderte Projekte und soll dort greifen, wo alle anderen im Kontext der Corona-Krise ergriffenen Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme des Bundes und der Länder nicht in Anspruch genommen werden können.“

Für den Bereich Produktion soll das Hilfsprogramm, laut der gemeinsamen Bekanntgabe, folgende Maßnahmen umfassen:

  • Hilfen für Projekte mit geplantem Produktionsbeginn bis zum 30.06.2020, für die bis zum 18.03.2020 bereits eine schriftliche Förderzusage bzw. ein Bewilligungsbescheid vorlag
  • Verzicht auf Rückforderung bereits ausgezahlter, zweckgemäß verausgabter Mittel bei Pandemie‐bedingtem Abbruch der Dreharbeiten
  • Sonderhilfen für Mehrkosten bei Pandemie‐bedingter Unterbrechung und Verschiebung von Dreharbeiten
  • Mehrkostenförderung als bedingt‐rückzahlbares zinsloses Darlehen, Nachbewilligungen der BKM werden als Zuschüsse ausgereicht
  • (Teil)Verzicht auf Eigenanteil im begründeten Fall
  • Regionaleffekte auf Mehrkostenförderung nur soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll
  • Zur Finanzierung der Maßnahmen wird ein virtueller Fonds in Höhe von 10 Mio. Euro gebildet werden, zu dem Bundes‐ und Länderförderer anteilig
  • Die Mehrkosten können bis zu 30% der ursprünglich kalkulierten, anerkennungsfähigen Herstellungskosten des deutschen Produzenten gefördert werden. Die Berechnungsgrundlage erfolgt unter Abzug der anteiligen Senderbeteiligung. Die Förderung der Mehrkosten werden die projektbeteiligten Förderer in der Regel bis max. 30% ihrer ursprünglichen Fördersumme tragen.
  • Allen projektbeteiligten Förderern ist zeitgleich ein gleichlautender Antrag vorzulegen. Der Hauptländerförderer wird für die anderen beteiligten Länderförderer eine Plausibilitätsprüfung der Mehrkosten vornehmen. Die Auszahlung erfolgt in zwei Raten, 80% nach Plausibilitätsprüfung und 20% nach Prüfung der Schlussabrechnung.
  • Sperrfristen sollen reduziert werden können, wenn die Partner hierüber Einvernehmen erzielen.

Die einzelnen Maßnahmen des Hilfsprogramms, auch für die Bereiche Verleih und Kino, können Sie der Anlage entnehmen.

Laut der gleichlautenden Pressemitteilungen der Beteiligten (Anlage), stehen die Maßnahmen unter dem Vorbehalt zur Verfügung stehender Haushaltsmittel und der Zustimmung der jeweils zuständigen Gremien bzw. zu beteiligenden Stellen.

Über die weitere Umsetzung halten wir Sie auf dem Laufenden.

Mit herzlichen Grüßen

Alexander Thies
Vorsitzender

Dr. Christoph Palmer
Geschäftsführer

 

Scroll